Jede vierte Wal- und Delfinart vom Aussterben bedroht - Pressemitteilung zum Tag des Artenschutzes am 3. MĂ€rz 2024
29.02.2024 - 13:13:45TĂ€glich verliert die Erde ĂŒber 100 Arten
In den kommenden Jahrzehnten sind mindestens eine Million Arten vom Aussterben bedroht, wenn sich der Zustand unserer Ăkosysteme weiterhin verschlechtert. Diese SchĂ€tzung wurde 2019 im Rahmen eines richtungsweisenden UN-Berichts abgegeben. Trotz dieser erschĂŒtternden Prognose, die in letzter Konsequenz auch die Existenz der Menschheit bedroht, sterben weltweit weiterhin tĂ€glich rund 150 Arten - Tiere wie Pflanzen - aus. Eine Trendumkehr ist nicht erkennbar, wie aus der im Dezember 2023 aktualisierten Roten Liste des IUCN ( International Union for Conservation of Nature) hervorgeht. In dieser werden mehr als ein Viertel aller Arten als bedroht eingestuft.
Dieser Wert deckt sich mit den Daten zum Erhaltungszustand und dem Risiko des Aussterbens von Walen und Delfinen. Demnach sind 26 Prozent aller Cetaceen gefÀhrdet, stark gefÀhrdet oder vom Aussterben bedroht. 2008 lag dieser Wert um sieben Prozentpunkte niedriger, 1991 gar um elf. Dokumentiert wurde dies in der Studie "Red-list status and extinction risk of the world's whales, dolphins, and porpoises" vom 29. Mai 2023.
Die Autor:innen der Erhebung betonen zudem, dass fĂŒr rund zehn Prozent der Wal- und Delfinarten nur unzureichendes Datenmaterial vorliegt, jedoch davon ausgegangen werden muss, dass zwei bis drei Prozent dieser Arten ebenfalls bedroht sein könnten. Weiterhin ist der Studie zu entnehmen, dass sich der Erhaltungszustand von 20 Prozent aller Wal- und Delfinarten seit 2008 verschlechtert hat.
FĂŒnf Beispiele fĂŒr sehr stark gefĂ€hrdete Delfin- und Walarten
Dringender Handlungsbedarf
Der Kampf gegen die Altlasten der Fischerei, wie ihn unter anderem die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) seit 2019 in Form von Geisternetz-Bergungsaktionen vor RĂŒgen fĂŒhrt, ist ein Ansatzpunkt, um der enormen Bedrohung fĂŒr die marine Artenvielfalt etwas entgegenzusetzen. Viele weitere MaĂnahmen sind notwendig, vor allem
Angesichts der Bedeutung von BiodiversitĂ€t fĂŒr das Funktionieren unseres Planeten und das Wohlergehen zukĂŒnftiger Generationen ist eine massive internationale Anstrengung erforderlich, um das Artensterben einzudĂ€mmen und den Verlust an biologischer Vielfalt umzukehren.
Pressekontakt:
Mathias Hansen, 089-74 16 04 10
mathias.hansen@delphinschutz.org
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