Fahren, AnhÀnger

Fahren mit AnhĂ€nger: ESP und Antischlingersysteme erhöhen Sicherheit deutlich / ADAC testet drei Modelle / Nicht alle Produkte ĂŒberzeugen

27.08.2024 - 00:05:00

MĂŒnchen - Die Zahl der zugelassenen AnhĂ€nger steigt in Deutschland kontinuierlich, mittlerweile sind 8,4 Millionen HĂ€nger registriert - davon 756.000 Wohnwagen. Das Fahren mit AnhĂ€nger stellt vor allem fĂŒr ungeĂŒbte Fahrer eine Herausforderung dar. Ein Gespann reagiert empfindlicher auf Seitenwind und Spurwechsel als ein einzelnes Fahrzeug, was hĂ€ufig zu gefĂ€hrlichem Aufschaukeln fĂŒhren kann. Der ADAC hat im Testzentrum MobilitĂ€t in Penzing drei Stabilisierungssysteme fĂŒr AnhĂ€nger getestet.

ReibbelĂ€ge im Kugelkopf der Deichsel, die das Schlingern teilweise unterdrĂŒcken, sind schon seit Jahrzehnten ĂŒblich. Bei neueren Fahrzeugen verfĂŒgt auch das elektronische StabilitĂ€tsprogramm (ESP) hĂ€ufig ĂŒber eine spezielle AnhĂ€ngererkennung, was allerdings fĂŒr den Verbraucher nicht immer deutlich ersichtlich ist.

Der ADAC fordert die Hersteller auf, die Gespann-Erkennung im Pkw serienmĂ€ĂŸig zu verbauen - unabhĂ€ngig davon, ob eine AnhĂ€ngerkupplung ab Werk verbaut ist oder nicht. Außerdem gibt es spezielle Antischlingersysteme, die in kritischen Situationen automatisch die Bremsen des AnhĂ€ngers aktivieren und damit die Fahrsicherheit erheblich erhöhen. Neben dem ESP haben die ADAC Experten drei Antischlingersysteme von AL-KO, BL-Trading und Knott getestet.

Die Tests haben gezeigt, dass bereits ein gutes Zugfahrzeug-ESP ein Aufschaukeln rechtzeitig unterbinden kann. Die drei untersuchten Antischlingersysteme heben das Sicherheitsniveau allerdings noch einmal deutlich an. Alle drei Systeme konnten das typische Schlingern eines AnhÀngers wirksam verhindern. Den herausfordernden Spurwechsel- beziehungsweise Ausweichtest bestanden dagegen nicht alle Systeme.

Die grundsÀtzliche Funktionsweise ist bei allen Systemen gleich: Das System erkennt die AnhÀngerbewegungen und betÀtigt dessen Bremse, wenn es die Situation als kritisch einschÀtzt.

Testsieger ist das System ATC 2.0 von AL-KO, das keinerlei SchwĂ€chen zeigt: Es ist sauber verarbeitet und regelt in allen Testszenarien zuverlĂ€ssig. Auch das LEAS-System von BL-Trading konnte bei den Fahrversuchen ĂŒberzeugen, hat aber qualitative SchwĂ€chen in der Verarbeitung. Das ETS Plus von Knott landet auf dem letzten Platz, weil es beim Ausweichtest zu spĂ€t eingegriffen hat.

Wichtige Tipps fĂŒr Verbraucher:

Auf dem Caravan Salon in DĂŒsseldorf (30. August bis 8. September 2024) können sich Interessierte an den StĂ€nden des ADAC (Halle 9, in der Starterwelt und auf dem FreigelĂ€nde vor Halle 10) ausfĂŒhrlich ĂŒber die Gefahren des Schlingerns informieren. Die Experten geben Tipps zur Sicherheit und Beladung von Fahrzeugen, Informationen zu aktuellen Verbrauchertests und mehr. Am 07. September findet zudem auf dem Caravan Salon das Finale des bundesweiten Wettbewerbs ADAC Camper des Jahres statt. ADAC Mitglieder können im Ticketshop der Messe DĂŒsseldorf vergĂŒnstigte Eintrittskarten erwerben.

Weitere Informationen zur StĂŒtzlast finden Sie auf adac.de

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95
[email protected]

Original-Content von: ADAC ĂŒbermittelt durch news aktuell

http://ots.de/5948fb

@ presseportal.de