Weltspiegel - Auslandskorrespondenten berichten / Am Sonntag, 18. Januar 2026, 18:30 Uhr, vom NDR im Ersten
15.01.2026 - 16:16:18 | presseportal.de
Geplante Themen:
Iran: Mullah-Regime vor dem Ende?
Wie geht es weiter im Iran? Nach brutalen EinsĂ€tzen von Polizei und regimetreuen Milizen, bei denen mehrere Tausend Menschen getötet worden sein sollen, liegt ĂŒber dem Iran bleierne und Ă€ngstliche Ruhe. Viele wagen sich nicht mehr vor die TĂŒr, weil willkĂŒrliche Festnahmen und harte Strafen drohen. Noch kann das islamistische Regime der Mullahs sich mit Gewalt behaupten, aber die Wut bei den Menschen im Iran wĂ€chst. Der "Weltspiegel" berichtet ĂŒber die Entschlossenheit der Menschen und ĂŒber die Verzweiflung angesichts der Drohungen des Regimes. (Autorin: Gabriele Dunkel, ARD-Studio Istanbul)
Grönland: Wie wehren gegen die US-Ăbergriffe?
Nach den GesprĂ€chen zwischen der US-Regierung, dem dĂ€nischen AuĂenminister und der zustĂ€ndigen grönlĂ€ndischen Ministerin bleiben die Fronten verhĂ€rtet. Trotz interner Kritik erneuert US-PrĂ€sident Trump seine Forderung, Grönland dem US-amerikanischen Staatsgebiet einzuverleiben. Aus Grönland findet Trump nur wenig UnterstĂŒtzer fĂŒr seinen Plan, obwohl er mit finanziellen Geschenken fĂŒr jeden der 55.000 Einwohner lockt. Viele GrönlĂ€nder leben mit einer kritischen Distanz zu DĂ€nemark, nach vielen schlimmen Erfahrungen mit der ehemaligen Kolonialmacht. Sie wollen ihre UnabhĂ€ngigkeit erhalten und nicht an ein anderes Land "verkauft werden". (Autor: Christian Blenker, ARD-Studio Stockholm)
Kuba: das nÀchste Venezuela?
Kuba wird als nĂ€chstes fallen, drohte Donald Trump zuletzt der sozialistischen Karibikinsel. Es werde kein venezolanisches Erdöl mehr nach Kuba flieĂen, wenn die autoritĂ€re Regierung keinen "Deal" mache - wie auch immer der aussehen soll. TatsĂ€chlich fragen sich in Kuba viele, ob ihr Regime als nĂ€chstes weggefegt wird, nachdem die USA Anfang Januar den autoritĂ€ren Machthaber Venezuelas, Nicolas Maduro, festnahmen. Und fraglich ist, was passiert, wenn Trump mit der Blockade komplett ernst macht. Schon jetzt sitzt Kuba weitgehend im Dunkeln: stundenlange StromausfĂ€lle und Treibstoffmangel sind Alltag. Die Unsicherheit wĂ€chst, niemand weiĂ, wie es weitergeht. Der "Weltspiegel" berichtet ĂŒber den schwierigen und angespannten Alltag in Kuba. (Autorin: Marie-Kristin Boese, ARD-Studio Mexiko-City
USA: Ăben fĂŒr den MilitĂ€reinsatz weltweit. Dschungeltraining auf Hawaii
Schlechte Sicht, Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und immer die Gefahr eines Hinterhalts in den dichten BĂŒschen. Nicht ohne Grund gilt der Dschungel unter US-Soldaten als "unerbittlich". Auf schlammigen, steilen Wegen durch dichte Vegetation können im "J", angelehnt an das englische Wort Jungle, aus 200 Metern Luftlinie stundenlange MĂ€rsche werden. Nach Jahrzehnten der Kriege in den WĂŒsten und Bergen des Nahen Ostens und Afghanistans wandte schon der damalige PrĂ€sident Obama den Fokus der USA in Richtung Indopazifik. Um China glaubhaft abzuschrecken, braucht es andere AusrĂŒstung, aber vor allem andere FĂ€higkeiten. Aber auch fĂŒr EinsĂ€tze in Venezuela oder/und in Kuba, mit denen US-PrĂ€sident Trump immer wieder droht, ĂŒben die GIs aus den gesamten Vereinigten Staaten auf Hawaii. Denn der Dschungel nahe der TouristenstrĂ€nde des berĂŒhmten Waikiki Beach bietet perfekte Trainingsbedingungen. (Autorin: Sarah Schmidt, ARD-Studio Washington D. C.)
Myanmar: Hoffnung trotz UnterdrĂŒckung durch die MilitĂ€rregierung?
Fast fĂŒnf Jahre ist es her, dass die Bevölkerung in Myanmar miterleben musste, wie die von ihr gewĂ€hlte Regierung vom MilitĂ€r gewaltsam abgesetzt, die Volksheldin Aung San Suu Kyi ins GefĂ€ngnis gebracht wurde. Seitdem herrscht Krieg in vielen Regionen Myanmars, ein brutaler Machtkampf zwischen MilitĂ€r und WiderstandskĂ€mpfern. In Yangon, der gröĂten Stadt des Landes, hat das MilitĂ€r das Sagen. Etwas auĂerhalb, im ehemaligen Wahlbezirk von Aung San Suu Kyi, haben die Menschen ihr politisches Vorbild nicht vergessen. Suu Kyis WeggefĂ€hrtin Su Su engagiert sich fĂŒr eine kleine Partei, die teilnehmen darf an den Wahlen des MilitĂ€rs. "Wir lassen uns nicht mundtot machen", sagt sie, auch wenn die GenerĂ€le alles dafĂŒr tun, dass die Opposition keine Chance hat. Viele Menschen in Myanmar geben die Hoffnung nicht auf, dass es irgendwann wieder besser gehen könnte. So wie vor dem MilitĂ€rputsch. (Autorin: Christiane Justus, ARD-Studio Singapur)
Singapur: HausmÀdchen werden Unternehmerinnen
Sie verlassen ihre Heimat und gehen im Ausland harter, oft nicht gut bezahlter Arbeit nach; ein Schritt, den niemand leichtfertig geht. Und doch schĂ€tzt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), dass ĂŒber 160 Millionen Menschen weltweit genau das tun, um sich und ihren Familien ein besseres Leben zu ermöglichen. Ein Land, das von Arbeitsmigranten abhĂ€ngig ist, ist Singapur. Rund 15 Prozent der Bevölkerung gelten als Arbeitsmigranten. Oft bleiben sie Jahrzehnte, arbeiten auf dem Bau oder als Hausangestellte, weil sie keine andere Perspektive haben. Jetzt will eine Organisation genau das aber Ă€ndern. Mit praxisnahen Kursen sollen vor allem Frauen die Chance bekommen, nach Hause zurĂŒckzukehren und sich dort etwas aufzubauen. Als Kleinunternehmerinnen sollen sie sich nach einer RĂŒckkehr in ihre Heimat Wohlstand erarbeiten - und diesen dann auch nachhaltig ausbauen. (Autor: Maximilian Seib, ARD-Studio Singapur)
Uganda: Die Krankenschwester, die auf Berge klettert
Agnes Nambozo arbeitet als Krankenschwester am Rande des Mount Elgon. Sie ist die Einzige, die in den abgelegenen Bergdörfern fĂŒr medizinische Versorgung sorgt: "Bei mir ist es einfach Leidenschaft fĂŒr den Beruf, der mich alle Hindernisse ĂŒberwinden lĂ€sst", erzĂ€hlt sie. Viele Hindernisse muss sie jeden Tag ĂŒberwinden, weil viele der Dörfer abgelegen auf den HĂŒgeln der Region liegen. Deswegen gehören die 100 Meter langen Treppen an den BergwĂ€nden, die sie fĂŒr ihre Sprechstunden immer wieder klettern muss, zum Alltag. An vielen Tagen dauert der Weg zu den Patienten lĂ€nger als die Arbeit selbst. FĂŒr Agnes Nambozo eine Herzensangelegenheit, auch wenn es körperlich jedes Mal anstrengend ist. Der "Weltspiegel" berichtet ĂŒber eine mutige Krankenschwester, die mit viel Einsatz fĂŒr die Gesundheit der Menschen in der abgelegenen Region sorgt. (Autorin: Caroline Imlau, ARD-Studio Nairobi)
Redaktion: Clas Oliver Richter (NDR)
Pressekontakt:
NDR, Presse und Kommunikation,
Tel.: 040/4156 2300, E-Mail: presse@ndr.de
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