TÜV, SÜD

TÜV SÜD erklĂ€rt, worauf es bei MĂ€hrobotern wirklich ankommt

21.07.2025 - 10:00:00

MĂŒnchen - Wer sich die Rasenpflege erleichtern möchte, setzt zunehmend auf MĂ€hroboter. Die kleinen Helfer arbeiten selbststĂ€ndig, sparen Zeit - und sorgen bei regelmĂ€ĂŸiger Nutzung fĂŒr einen gepflegten und dichten Rasen. Damit Sicherheit, FunktionalitĂ€t und Langlebigkeit gewĂ€hrleistet sind, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher beim Kauf einige Punkte beachten. TÜV SÜD-Produktexpertin Lisa Götz erklĂ€rt, worauf es ankommt.

Welcher MĂ€hroboter fĂŒr welchen Garten?

Moderne MĂ€hroboter sind fĂŒr unterschiedlichste GrundstĂŒcksgrĂ¶ĂŸen und Anforderungen konzipiert - vom kleinen Stadtgarten bis zur weitlĂ€ufigen RasenflĂ€che. Bei der Auswahl spielen unter anderem die maximale FlĂ€chenleistung, die SteigfĂ€higkeit und die Akkulaufzeit eine Rolle. "Besonders wichtig ist, dass die MĂ€hleistung zum Garten passt", erklĂ€rt Lisa Götz. "Wer einen Garten am Hang hat, sollte gut auf die SteigfĂ€higkeit und ProfilrĂ€der achten. Wer eine sehr große RasenflĂ€che hat, sollte auf eine ausreichende Akkulaufzeit achten."

Da die Alltagshelfer aus SicherheitsgrĂŒnden einen Abstand zwischen MĂ€hwerk und GerĂ€terand einhalten, bleiben vor allem an Mauern ungemĂ€hte GrasrĂ€nder stehen. Diese kann man entweder fĂŒr Insekten stehen lassen, hĂ€ndisch mĂ€hen, oder wo möglich mit Rasenbegrenzungssteinen arbeiten.

Sicherheit hat oberste PrioritÀt

MĂ€hroboter arbeiten mit scharfen Messern, weshalb es umso wichtiger ist, dass sie ĂŒber ausgereifte Sicherheitsfunktionen verfĂŒgen. "Zu den wichtigsten Standards zĂ€hlen Hebe- und Neigungssensoren", so die TÜV SÜD-Expertin. "Wird das GerĂ€t angehoben oder kippt zur Seite, mĂŒssen die Messer sofort stoppen." Außerdem sollte das MĂ€hwerk von einem Rand umgeben sein und der Abstand zwischen Messern und GehĂ€userand sollte groß sein. Auch eine Hinderniserkennung durch Ultraschall- oder Kontaktsensoren sowie ein Not-Aus-Schalter erhöhen die Sicherheit. Ein Plus an Sicherheit bieten zudem Modelle mit PIN-Code-Sperre oder App-gesteuerter Zugriffskontrolle - so wird das GerĂ€t vor unbefugter Nutzung geschĂŒtzt.

Wer kleine Kinder oder Haustiere im Garten hat, sollte grundsĂ€tzlich nur dann mĂ€hen lassen, wenn sich keine Personen oder Tiere auf der RasenflĂ€che befinden. Gerade diese haben ein erhöhtes Risiko bei Kontakt mit autonom fahrenden Robotern. Die sogenannte "KinderfußprĂŒfung" ist daher eine der sicherheitstechnisch kritischsten PrĂŒfungen wĂ€hrend einer LaborprĂŒfung. Dabei wird ĂŒberprĂŒft, wie schnell das GerĂ€t bei Kontakt mit dem Fuß eines Kindes abschaltet. Die PrĂŒfzeichen des TÜV SÜD bieten hier Orientierung und Sicherheit.

Nachts und in der DĂ€mmerung sollten die GerĂ€te nie fahren, da vor allem Igel und andere Tiere zu dieser Zeit aktiv sind. Besonders kleine Igel rollen sich bei Gefahr zusammen und werden vom Roboter unter UmstĂ€nden nicht als ausreichend großes Hindernis wahrgenommen.

Installation und Wartung

Die modernsten MĂ€hroboter arbeiten mit GPS. Vor dem ersten MĂ€hen muss der Roboter daher mittels Handy als Fernsteuerung an den Außengrenzen der zu mĂ€henden FlĂ€che entlanggefĂŒhrt werden. Diese GPS-Daten speichert das GerĂ€t dann und fĂ€hrt nicht darĂŒber hinaus. Innerhalb dieser Grenzen können Beete oder FlĂ€chen, die nicht gemĂ€ht werden sollen, definiert und auch flexibel geĂ€ndert werden. Lisa Götz empfiehlt: "Der regelmĂ€ĂŸige Check von Messern, RĂ€dern und Sensoren sowie das Entfernen von Grasresten verlĂ€ngert die Lebensdauer des GerĂ€ts." Der MĂ€hroboter fĂ€hrt bei Bedarf selbststĂ€ndig in seine Ladestation, die am besten frei zugĂ€nglich und trotzdem geschĂŒtzt platziert werden sollte. Da die GerĂ€te GPS nutzen, benötigen sie eine WLAN-Verbindung, die ĂŒber die Ladestation hergestellt wird. Daher muss bei diesen GerĂ€ten darauf geachtet werden, die Station an einem Ort mit guter Verbindung zum Router zu platzieren.

Alternativ können MĂ€hroboter mit Begrenzungsdraht installiert werden. Diese erfordern einen deutlich erhöhten Installationsaufwand und sind unflexibler bei gewĂŒnschten Änderungen. Sie sind jedoch unabhĂ€ngig von Funksignalen ĂŒber WLAN und GPS nutzbar. MĂ€hroboter lassen sich auf einen bestimmten Rhythmus oder Wochenplan programmieren, sodass sie zu bestimmten Zeiten den Rasen mĂ€hen. Damit die kleinen Alltagshelfer nicht im Regen ĂŒber die Wiese fahren, sind einige Modelle mit Sensoren ausgestattet. Diese können jedoch Tropfen nach dem Gießen nicht von Regentropfen unterscheiden. Einige Modelle greifen auf Live-Wetterdaten aus dem Internet zurĂŒck. Alternativ kann das GerĂ€t auch manuell losgeschickt werden, wenn die UmstĂ€nde passen.

Wie andere RasenmĂ€her auch, mĂŒssen MĂ€hroboter regelmĂ€ĂŸig gereinigt werden. Da die Messer sehr klein sind, mĂŒssen sie mehrmals pro Saison ersetzt werden. Im Sinne der Nachhaltigkeit sollte ebenso auf eine gute Ersatzteilversorgung bzw. Reparierbarkeit wie auf die Akkutauschbarkeit geachtet werden.

GeprĂŒfte Sicherheit erkennen

PrĂŒfzeichen wie das GS-Zeichen fĂŒr GeprĂŒfte Sicherheit oder das blaue TÜV SÜD-Oktagon bieten Verbrauchern eine zuverlĂ€ssige Orientierung beim Kauf. "Wir prĂŒfen MĂ€hroboter neben der Sicherheit fĂŒr Kinder unter anderem auf elektrische Sicherheit, mechanische StabilitĂ€t, Schutz gegen Schnittverletzungen und WitterungsbestĂ€ndigkeit", erklĂ€rt Götz. Auch die Gebrauchsanleitung wird dabei bewertet - denn nur wenn sie klar verstĂ€ndlich ist, lassen sich Fehler bei Installation und Nutzung vermeiden.

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