Ex-Juwelendieb: Louvre-Beute bringt nur wenige Millionen
31.10.2025 - 12:27:09Die bei dem spektakulĂ€ren Kunstraub im Pariser Louvre erbeuteten Juwelen werden den TĂ€tern nach EinschĂ€tzung eines frĂŒheren französischen Top-Kriminellen nur wenige Millionen Euro einbringen. Die Hehler wĂŒrden den TĂ€tern erklĂ€ren, dass sie die SchmuckstĂŒcke im geschĂ€tzten Wert von 88 Millionen Euro zerlegen und zerschneiden mĂŒssten, sagte der frĂŒhere BankrĂ€uber und Juwelendieb David Desclos dem Sender RTL. «Sie schĂ€tzen den Wert und sagen: "Du kannst dafĂŒr, sagen wir, 3, 4 Millionen, maximal 5 Millionen von 88 Millionen bekommen.»
«Auf dieser Ebene hat jeder sein Netzwerk von Hehlern. In diesem Milieu gibt es unter den Hehlern auch Edelsteinschleifer, die den Schmuck zerlegen», sagte Desclos. «Ich habe Edelsteinsteinschleifer gekannt, die JuweliergeschÀfte betrieben und nebenbei auch das gemacht haben», sagte der Ex-Kriminelle, der sich in Frankreich inzwischen als Komiker einen Namen gemacht hat. Es sei wahrscheinlich eine Frage von Tagen, bis die Beute zerlegt werde. Danach sei sie nicht mehr auffindbar.
Juwelendiebe stehlen auf Bestellung
 «Manchmal handelt es sich um Bestellungen von MilliardĂ€ren, die sich leidenschaftlich fĂŒr diese Art von Schmuck interessieren», sagte Desclos zu möglichen HintermĂ€nnern des Louvre-Coups. «Sehr, sehr selten hatte ich solche Kontakte, bei denen es sich um MilliardĂ€re handelte, die besonderen Schmuck wollten.»
Bei ihrem Einbruch in den Louvre hatten die TĂ€ter am 19. Oktober acht kostbare SchmuckstĂŒcke frĂŒherer Königinnen und Kaiserinnen erbeutet - darunter waren mit Edelsteinen ĂŒbersĂ€te Diademe, Halsketten, Ohrringe und Broschen. Zwei TatverdĂ€chtige, die in den Louvre eingebrochen und den Schmuck aus den Vitrinen gestohlen haben sollen, befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft. Am Mittwochabend wurden fĂŒnf weitere VerdĂ€chtige festgenommen. Von der Beute fehlt bislang jede Spur.


