Nach Terrorwarnung: Taylor Swift ist zurĂŒck auf der BĂŒhne
16.08.2024 - 03:50:36US-Superstar Taylor Swift steht nach den terrorbedingten Konzertabsagen in Wien wieder auf der BĂŒhne. Die SĂ€ngerin (34) meldete sich mit einem Auftritt in London zurĂŒck und spielte am Donnerstagabend vor rund 90.000 Fans im ausverkauften Wembley-Stadion. Als Ăberraschungsgast holte sie den Musiker Ed Sheeran (33) auf die BĂŒhne.
Zur Terrorwarnung in Ăsterreich Ă€uĂerte sich Swift nicht. Dort waren drei Auftritte abgesagt worden, weil Islamisten einen Anschlag geplant haben sollen. Dass sich Swift nicht Ă€uĂerte, habe nicht wie ein VersĂ€umnis gewirkt, kommentierte die Zeitung «Telegraph». «Die positive Stimmung des Abends wirkte wie ein Gegengift.»
Nach der Absage der Konzerte in Wien hatte der 19 Jahre alte HauptverdĂ€chtige sein ursprĂŒngliches GestĂ€ndnis widerrufen, neben ihm wurden auch zwei weitere MĂ€nner festgenommen. In London galten verschĂ€rfte Sicherheitsvorkehrungen.
Manche Fans, die sich Sorgen machten, entschieden sich trotzdem zum Besuch des Konzerts. «Man kann Taylor nicht verpassen. Das ist eine einmalige Gelegenheit», sagte eine 18 Jahre alte EnglĂ€nderin. Die Fangemeinde werde zusammenhalten.Â
Schwestern ergattern nach Absage noch Tickets
Auch Fans aus Deutschland reisten an. Die Schwestern Romy und Lea Grohs hatten eigentlich Tickets fĂŒr eines der Konzerte in Wien. Mithilfe der Fangemeinde konnten sie noch Karten fĂŒr London bekommen und sich einen Traum erfĂŒllen. Auch fĂŒr diese SolidaritĂ€t stĂŒnden die sogenannten Swifties. «Alle unterstĂŒtzen sich», sagte Romy (27).
Swift («I Can Do It With A Broken Heart», «Lavender Haze») hatte auf ihrer «Eras Tour» auch mehrere Konzerte in Deutschland gespielt. In London war sie bereits im Juni aufgetreten. An einem Abend ĂŒberraschte sie damit, dass ihr Freund, der Football-Superstar Travis Kelce, auf die BĂŒhne kam. Nun kehrte Swift nach London zurĂŒck.
Wie Swift auf den Messerangriff in Southport reagierte
Der Rundfunkanstalt BBC zufolge soll sich Swift privat mit Familien in Verbindung gesetzt haben, die von dem Messerangriff in der KĂŒstenstadt Southport betroffen waren. Dort waren Ende Juli bei einem Angriff auf einen Taylor-Swift-Tanzkurs, an dem die StarsĂ€ngerin selbst nicht beteiligt war, drei MĂ€dchen erstochen und mehrere Menschen verletzt worden. Swift brachte bei Instagram ihr Entsetzen zum Ausdruck. Rechtsextreme nahmen den Messerangriff spĂ€ter als Anlass fĂŒr Krawalle.
Bei dem Konzert in London ging Swift nicht weiter darauf ein - ebenso wenig wie auf den US-Wahlkampf, in dem ihr ein potenziell nicht unerheblicher Einfluss auf junge WĂ€hlerinnen und WĂ€hler zugeschrieben wird. Die SĂ€ngerin soll am Dienstag in London ihr vorerst letztes Konzert in Europa spielen. Im Herbst sind Auftritte in den USA und Kanada geplant.
«Swifties» stellen sich gegen Angstszenarien
Auf der «Eras Tour» spielt Swift Lieder aus ihrer gesamten Karriere. Die Konzerte dauern etwa dreieinhalb Stunden, ĂŒber 40 Songs stehen auf der Setlist. Der Ablauf ist in der Regel Ă€hnlich. Eine Reporterin des «Telegraph» sprach von einer entspannten AtmosphĂ€re.
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Swifts Fans verbreiteten positive Stimmung mit Glitzerpailletten, Fan-T-Shirts und FreundschaftsbĂ€ndchen. Die ArmbĂ€ndchen werden gebastelt und getauscht. Auch Karim (23) aus Erfurt brachte welche mit. Angereist ist er mit zwei Freunden aus Bayern, die er ĂŒber die Fangemeinde kennengelernt hat. Die Community sei wie eine Familie, sagt er. Sie halte zusammen. Auch nach den Ereignissen in Ăsterreich.















