Aufgedeckt: Tierwohl- und Vorzeige-MÀster quÀlt Schweine - ANINOVA erstattet Strafanzeige
06.03.2025 - 06:40:00In den letzten Jahren fielen bereits mehrere Schweinemastbetriebe im Landkreis Steinfurt (NRW) durch gravierende MissstĂ€nde auf, die mit Videos und Bildern dokumentiert werden konnten. Nun reiht sich ein weiterer Fall ein: Der Tierrechtsorganisation ANINOVA e.V. aus Sankt Augustin bei Bonn liegen Aufnahmen aus einem Stall in Rheine vor. "Die Bilder sind erschreckend", so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. Gleich mehrere Schweine haben NabelbrĂŒche, teilweise sind diese offen und eitrig. Offenbar werden diese Schweine nicht tierĂ€rztlich versorgt. Auch andere Schweine haben Verletzungen und sind erkrankt, einige Tiere haben blutige Stellen und abgebissene Ohren. Einer der ZwischengĂ€nge ist ĂŒbersĂ€ht mit Maden. "Die hygienischen ZustĂ€nde sind eine Katastrophe", beschreibt Peifer.
Die Bildaufnahmen sind im Oktober 2024 entstanden. Das zustĂ€ndige VeterinĂ€ramt in Steinfurt wurde unmittelbar nach Erstellung der Bildaufnahmen informiert. Dem Amt ist der Betrieb schon aus einer Aufdeckung von "tierretter.de" aus 2019 bekannt. Damals veröffentlichte die Organisation ebenfalls Aufnahmen aus dem Stall, um die TierquĂ€lerei sichtbar zu machen. Schon damals wurde kranken und verletzten Tieren nicht geholfen. Nach einer Anzeige durch die Tierrechtsorganisation "tierretter.de" hatte damals das VeterinĂ€ramt selbst Strafanzeige erstattet. "In dem Betrieb wird seit Jahren systematisch gegen Gesetze verstoĂen", so Peifer.
Dabei sollte der Betreiber sogar bessere Haltungsbedingungen als der gesetzliche Standard einhalten, denn er nimmt an der "Initiative Tierwohl" teil. Das Fleisch der Schweine wird im Supermarkt als Haltungsstufe 2 verkauft. Zudem bekommt der Landwirt pro Jahr rund 20.000 Euro Subventionen, u.a. fĂŒr eine bessere Tierhaltung. "Der Landwirt bekommt Gelder dafĂŒr, dass er seine Tiere besser hĂ€lt, doch bei den Tieren kommt das Geld offenbar nicht an", empört sich Peifer.
Bis vor wenigen Jahren konnten Menschen durch ein Fenster in die Schweinemast schauen. Der Landwirt nahm an dem Transparenzprojekt "Einsichten in die Tierhaltung" der i.m.a teil. Nach den Skandalbildern aus 2019 wurde der Zugang zum Fenster versperrt. Nun werden Schulklassen durch die Schweinemast gefĂŒhrt. "Vor solchen FĂŒhrungen werden die StĂ€lle scheinbar richtig sauber gemacht, damit niemand die QuĂ€lerei sieht", so Peifer.
Die von der Tierrechtsorganisation veröffentlichten Bilder zeigen massive TierschutzverstöĂe, zudem wurden den Schweinen lĂ€nger anhaltente Leiden und Schmerzen zugefĂŒgt. Dies erfĂŒllt nach Auffassung von ANINOVA den Tatbestand der TierquĂ€lerei. "Wir haben Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft in MĂŒnster erstattet", so Peifer und ergĂ€nzt: "Ich kann nur jedem Menschen, der solch eine TierquĂ€lerei nicht unterstĂŒtzen möchte, raten, sich vegan zu ernĂ€hren."
Nach Auskunft des Landwirts liefert er seine Schweine an Westfleisch und "Manten" in Geldern am Niederrhein, das ebenfalls zu den zehn gröĂten Schweineschlachthöfen Deutschlands gehört.
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