Krieg

SolidaritÀtsbesuch von Bischof BÀtzing im Heiligen Land

22.12.2025 - 12:00:04

Bonn - Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg BÀtzing, wird unmittelbar nach Weihnachten zu einem viertÀgigen Besuch ins Heilige Land reisen. Vom 27. bis 30. Dezember 2025 macht er sich ein Bild von der aktuellen Situation und wird die enge Verbundenheit der katholischen Kirche in Deutschland mit den Menschen in der Region, insbesondere auch mit der christlichen Minderheit, zum Ausdruck bringen. Geplant sind Besuche in Tel Aviv, Jerusalem und Betlehem.

Rund zwei Monate nach dem Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas ist die Lage in der Region weiterhin angespannt. Terror und Krieg haben tiefe Spuren in der israelischen und palĂ€stinensischen Gesellschaft hinterlassen. Das Massaker des 7. Oktober 2023 und der mehr als zwei Jahre wĂ€hrende Krieg im Gazastreifen haben die Perspektive auf eine friedliche Koexistenz von Israelis und PalĂ€stinensern in weite Ferne rĂŒcken lassen. "Die Freilassung der ĂŒberlebenden Geiseln, die zumindest offiziell bestehende Waffenruhe und die internationalen FriedensbemĂŒhungen haben einen Schritt in die richtige Richtung dargestellt. Von einem echten Frieden kann aber noch lange keine Rede sein. Die Gewalt hat unzĂ€hlige Opfer gefordert und viele Menschen sind nachhaltig traumatisiert. Die humanitĂ€re Katastrophe im Gazastreifen, die durch die Überschwemmungen zusĂ€tzlich verschĂ€rft wird, ist verheerend. Umso wichtiger ist es, sich den Menschen zuzuwenden. Ich will das GesprĂ€ch mit Israelis und PalĂ€stinensern suchen, will erfahren, wie sie die aktuelle Situation erleben, welche Ängste und Hoffnungen sie haben und welche Perspektiven sie fĂŒr ein friedliches Zusammenleben sehen", so Bischof BĂ€tzing.

Neben GesprĂ€chen mit Vertretern der Kirche, wie dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, und dem Apostolischen Nuntius, Erzbischof Adolfo Yllana, will sich Bischof BĂ€tzing auch mit ReprĂ€sentanten aus Judentum und Islam treffen. Den Auftakt der Reise bildet ein Besuch der Holocaust-GedenkstĂ€tte Yad Vashem: "Das jĂŒngste Attentat auf JĂŒdinnen und Juden wĂ€hrend der Chanukka-Feierlichkeiten in Australien fĂŒhrt uns auf bedrĂ€ngende Weise vor Augen, wie sehr der Antisemitismus weltweit zugenommen hat. Mit meinem Besuch möchte ich ein klares Signal senden gegen jede Form von Judenhass", so Bischof BĂ€tzing. Zum Programm gehört zudem der Besuch des jĂŒdischen Heiligtums der Westmauer sowie der muslimischen HeiligtĂŒmer Felsendom und al-Aqsa-Moschee.

Mit dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Steffen Seibert, und der ReprĂ€sentantin Deutschlands in den PalĂ€stinensischen Autonomiegebieten, der Gesandten Anke Schlimm, will Bischof BĂ€tzing insbesondere ĂŒber die aktuelle humanitĂ€re Lage sowie ĂŒber politische Perspektiven fĂŒr eine friedliche und gerechte Zukunft in der Region ins GesprĂ€ch kommen. Um Fragen des Dialogs und der VerstĂ€ndigung zwischen Israelis und PalĂ€stinensern sowie zwischen Juden, Christen und Muslimen soll es im Austausch mit Vertretern politischer Stiftungen und lokaler zivilgesellschaftlicher Organisationen gehen.

Beim Besuch im palĂ€stinensischen Bethlehem wird Bischof BĂ€tzing unter anderem mit dem BĂŒrgermeister der Stadt zusammentreffen und eines der grĂ¶ĂŸten WaisenhĂ€user in der Region besuchen: "In diesem zu Ende gehenden Heiligen Jahr komme ich auch als Pilger der Hoffnung ins Heilige Land. Es ist fĂŒr mich besonders bewegend, in der Weihnachtsoktav inmitten der gegenwĂ€rtigen UmstĂ€nde den Ort aufzusuchen, an dem Jesus geboren wurde. Die Begegnung mit den Kindern von Bethlehem, die keine Eltern mehr haben, fĂŒhrt mir vor Augen, dass Christus fĂŒr jeden von uns geboren wurde. Von Weihnachten geht ein Licht der Hoffnung aus in dieser von Gewalt und Leid verdunkelten Zeit", so Bischof BĂ€tzing.

Hinweise:

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Bischof BĂ€tzing steht fĂŒr Interviews je nach Lage vor Ort zur VerfĂŒgung. Schreiben Sie dazu bitte eine Anfrage per E-Mail an pressestelle@dbk.de.

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