Sylvester Stallone, Tulsa King

Tulsa King: Stallone sieht sich selbst in Dwight Manfredi

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 09:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Sylvester Stallone sieht in Dwight Manfredi seine persönlichste Rolle. Die vierte Staffel fĂŒhrt den Gangster zugleich durch einen Versuch der Legalisierung, persönliche Verluste und neue Gefahren.

Stallones SerienplÀne und RollenverstÀndnis

  • Die vierte Staffel von „Tulsa King“ erscheint beim Streamingdienst Paramount+ mit wöchentlichen neuen Folgen.
  • Dwight Manfredi baut nach 25 Jahren Haft in Tulsa ein kriminelles Imperium mit Außenseitern auf.
  • Paramount+ hat bereits eine fĂŒnfte Staffel bestellt, deren Dreharbeiten in New York laufen.
. Die vierte Staffel lÀuft ab jetzt beim Streamingdienst Paramount+. - Bild: Steve Swisher/Paramount+/dpa

Sylvester Stallone spielt in Tulsa King seine persönlichste Rolle

Sylvester Stallone sieht in Dwight Manfredi die Figur, in der am meisten von seiner eigenen Persönlichkeit steckt. Zum Start der vierten Staffel von „Tulsa King“ spricht der 80-JĂ€hrige ĂŒber die Unterschiede zu Rocky und Rambo, ĂŒber Verletzlichkeit und die weitere Zukunft der Serie.

Die neue Staffel lÀuft ab sofort beim Streamingdienst Paramount+; neue Folgen erscheinen wöchentlich.

Gangster mit Humor und LoyalitÀt

Stallone beschreibt Manfredi als ungewöhnlichen Gangster, weil die Figur Menschen mag und Außenseiter in ihre Familie aufnimmt. Zugleich kann der Mafioso brutal und witzig sein, was ihn fĂŒr das Publikum zugĂ€nglicher macht als viele klassische Gangsterfiguren.

Manfredi kehrt nach 25 Jahren im GefĂ€ngnis in eine verĂ€nderte Welt zurĂŒck. Seine frĂŒheren Auftraggeber schicken ihn nach Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma, wo er mit einer Gruppe von Außenseitern ein eigenes kriminelles Imperium aufbaut.

Legale GeschÀfte und neue Feinde

In der vierten Staffel versucht Manfredi, seine GeschÀfte auf eine legale Grundlage zu stellen. Korrupte Politiker und gefÀhrliche neue Gegner erschweren diesen Kurs, wÀhrend er zugleich einen schweren persönlichen Verlust verarbeiten muss.

Je stĂ€rker der Druck wĂ€chst, desto mehr greift Manfredi wieder auf die Instinkte aus seiner Zeit auf den Straßen New Yorks zurĂŒck. Stallone wollte nach eigenen Angaben besonders die verletzliche Seite der Figur zeigen.

Tochter Scarlet Rose wieder dabei

Neben Stallone spielen erneut Frank Grillo, Dana Delany und Garrett Hedlund mit. Neu im Ensemble ist Gretchen Mol, die die Politikerin Amanda Clark verkörpert.

Stallones 24-jĂ€hrige Tochter Scarlet Rose steht ebenfalls wieder mit ihm vor der Kamera. Sie spielt Spencer, eine frĂŒhere Pferdepflegerin und jetzige Barkeeperin, und gibt ihrem Vater nach dessen Darstellung regelmĂ€ĂŸig Anregungen.

Memoiren ĂŒber den Weg zu Rocky

Stallone spricht außerdem ĂŒber seine lange unterschĂ€tzte Arbeit als Schauspieler, Regisseur und Autor. Als weitgehend unbekannter Darsteller schrieb er das Oscar-nominierte Drehbuch zu „Rocky“, der 1977 mit drei Oscars ausgezeichnet wurde.

Seine Memoiren „The Steps“ schildern den Weg von seiner Ankunft in New York im Jahr 1969 bis zum Oscar-Erfolg von „Rocky“ zehn Jahre spĂ€ter. In „Tulsa King“ sieht Stallone nun besonders viel Raum fĂŒr seine schauspielerische Bandbreite.

Spin-off mit Samuel L. Jackson geplant

Das Serienuniversum wird mit „Frisco King“ erweitert. Das erste Spin-off mit Samuel L. Jackson ist bereits abgedreht, ein Starttermin steht noch nicht fest.

Auch „Tulsa King“ wird fortgesetzt: Paramount+ hat eine fĂŒnfte Staffel in Auftrag gegeben. Die Dreharbeiten laufen inzwischen nicht mehr in Atlanta, sondern in New York, der Heimat von Dwight Manfredi.

Die vierte Staffel von „Tulsa King“ setzt auf ein bekanntes Erfolgsrezept: eine markante Hauptfigur, ein Genre mit klaren Erwartungen und ein Darsteller, der seine öffentliche Persona gezielt in die Rolle einfließen lĂ€sst. Dwight Manfredi verbindet dabei klassische Gangstermerkmale mit Humor, LoyalitĂ€t und einer ausgeprĂ€gten NĂ€he zu Außenseitern.

FĂŒr Stallone eröffnet die Serie zugleich eine andere Art von BĂŒhne als seine prĂ€genden Kinofiguren. Rocky und Rambo stehen fĂŒr klar umrissene Archetypen; Manfredi erlaubt ihm dagegen, Alter, Verletzlichkeit und persönliches Timing stĂ€rker auszuspielen. Der Konflikt zwischen krimineller Vergangenheit und dem Versuch, GeschĂ€fte zu legalisieren, erweitert den Stoff ĂŒber reine Action hinaus.

SeriengeschÀft und nÀchste Schritte

Paramount+ baut das Umfeld der Serie weiter aus. Das bereits abgedrehte Spin-off mit Samuel L. Jackson und die bestellte fĂŒnfte Staffel zeigen, dass die Geschichte nicht nur als abgeschlossene FigurenerzĂ€hlung angelegt ist. Zugleich verschiebt die Produktion ihren Schwerpunkt zurĂŒck nach New York, dem biografischen und erzĂ€hlerischen Herkunftsort Manfredis.

FĂŒr das Publikum bedeutet die neue Staffel damit eine Verbindung aus vertrauten Gangsterelementen und einem stĂ€rker persönlichen Konflikt. Stallones Alter wird nicht nur als Karrieredetail relevant, sondern prĂ€gt auch die Figur: Manfredi muss mit Verlust, verĂ€nderten MachtverhĂ€ltnissen und den Folgen frĂŒherer Entscheidungen umgehen.

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