Sylvester Stallone, Tulsa King

Tulsa King: Stallone sieht sich selbst in Mafioso Manfredi

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 09:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die vierte Staffel von „Tulsa King“ startet bei Paramount+ mit Sylvester Stallone als Dwight Manfredi. Der Schauspieler spricht ĂŒber eine Figur, in die er so viel von seiner eigenen Persönlichkeit gelegt habe wie in keine andere Rolle.

Stallones Serienfigur zwischen GeschÀft und Vergangenheit

  • Dwight Manfredi kehrt nach 25 Jahren Haft in eine verĂ€nderte Welt zurĂŒck.
  • In Tulsa baut der Mafioso mit Außenseitern ein eigenes kriminelles Imperium auf.
  • Paramount+ hat bereits eine fĂŒnfte Staffel in Auftrag gegeben.
. Die vierte Staffel lÀuft ab jetzt beim Streamingdienst Paramount+. - Bild: Steve Swisher/Paramount+/dpa

Sylvester Stallone spielt Dwight Manfredi mit persönlicher Note

Sylvester Stallone sieht in Dwight Manfredi die Film- und Serienfigur, die ihm selbst am Ă€hnlichsten ist. Zum Start der vierten Staffel von „Tulsa King“ erzĂ€hlt der 80-JĂ€hrige, warum der Mafioso fĂŒr ihn mehr Persönlichkeit und eigenes Tempo enthĂ€lt als Rocky oder Rambo.

Ein Gangster mit menschlicher Seite

Manfredi unterscheidet sich nach Stallones EinschĂ€tzung von vielen anderen Gangsterfiguren, weil er Menschen möge und Außenseiter in seine Familie aufnehme. Zugleich könne er brutal und witzig sein, was ihn fĂŒr das Publikum ungewöhnlich mache.

Die Figur kehrt nach 25 Jahren im GefĂ€ngnis in eine verĂ€nderte Welt zurĂŒck. Seine neuen Bosse schicken ihn nach Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma, wo er mit einer Gruppe von Außenseitern ein eigenes kriminelles Imperium aufbaut.

Neue Gegner und ein persönlicher Verlust

In der vierten Staffel versucht Manfredi, seine GeschÀfte auf eine legale Grundlage zu stellen. Korrupte Politiker, gefÀhrliche neue Gegner und ein schwerer persönlicher Verlust bringen ihn jedoch erneut in BedrÀngnis.

Stallone wollte dabei auch die verletzliche Seite der Figur zeigen. Je stĂ€rker der Druck wĂ€chst, desto eher verfĂ€llt Manfredi wieder in die Instinkte aus seiner Zeit auf den Straßen New Yorks.

Tochter steht mit Stallone vor der Kamera

Zum Ensemble gehören erneut Frank Grillo, Dana Delany und Garrett Hedlund. Neu dabei ist Gretchen Mol als Politikerin Amanda Clark.

Stallones Tochter Scarlet Rose spielt weiterhin die ehemalige Pferdepflegerin und Barkeeperin Spencer. Die 24-JĂ€hrige gebe ihrem Vater am Set regelmĂ€ĂŸig Anregungen, sagte Stallone der Deutschen Presse-Agentur.

Memoiren ĂŒber den Weg zu Rocky

Stallone spricht in seinen neu veröffentlichten Memoiren „The Steps“ ĂŒber seinen Weg von der Ankunft in New York 1969 bis zum Oscar-Erfolg von „Rocky“ 1977. Er betont darin auch, dass er als Schauspieler, Autor und Regisseur lange unterschĂ€tzt worden sei.

„Tulsa King“ gibt ihm nach seiner EinschĂ€tzung besonders viel Raum fĂŒr schauspielerische Facetten. Die von Taylor Sheridan entwickelte Serie wird zudem ausgebaut: Das Spin-off „Frisco King“ mit Samuel L. Jackson ist abgedreht, und Paramount+ hat eine fĂŒnfte Staffel bestellt.

Neue Folgen erscheinen wöchentlich

Die vierte Staffel lÀuft ab jetzt bei Paramount+. Die neuen Folgen werden wöchentlich veröffentlicht.

Mit der vierten Staffel verschiebt sich der Schwerpunkt von „Tulsa King“ ĂŒber das klassische Gangsterdrama hinaus. Dwight Manfredi bleibt zwar in kriminelle Konflikte verwickelt, soll sich zugleich aber an einer legaleren GeschĂ€ftsstrategie versuchen. Dadurch entsteht der zentrale Gegensatz der neuen Folgen: Die Figur will Kontrolle ĂŒber ihr Leben gewinnen, wird jedoch von alten Reflexen, neuen Gegnern und persönlichen Belastungen zurĂŒck in ihre Vergangenheit gezogen.

Stallones Beschreibung verweist zudem auf die besondere Stellung der Serie in seiner Karriere. Anders als Rocky oder Rambo ist Manfredi nicht als ĂŒberhöhter Held angelegt, sondern als Ă€lterer Mann, dessen AutoritĂ€t, Humor und Verletzlichkeit nebeneinanderstehen. Diese Mischung erklĂ€rt, warum die Figur trotz ihrer BrutalitĂ€t als zugĂ€nglicher Außenseiter erzĂ€hlt wird.

Serienwelt wÀchst weiter

Paramount+ baut das Umfeld der Serie parallel aus. Mit „Frisco King“ ist bereits ein Spin-off mit Samuel L. Jackson abgedreht, wĂ€hrend eine fĂŒnfte Staffel von „Tulsa King“ in New York produziert wird. FĂŒr Zuschauer bedeutet das, dass Manfredis Geschichte nicht isoliert bleibt, sondern Teil eines grĂ¶ĂŸeren Serienkosmos wird.

Die vierte Staffel erscheint wöchentlich. Im Mittelpunkt stehen damit nicht nur neue MachtkÀmpfe, sondern auch die Frage, wie lange Manfredi seine kriminelle IdentitÀt und den Versuch eines legalen Lebens miteinander vereinbaren kann.

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