Von tanzenden Bienen bis zum Urban Beekeeping: Honiggelb startet ab 7. MĂ€rz im Museum Wiesbaden
06.03.2025 - 08:15:03Als Mehrspartenhaus setzt das Museum Wiesbaden darauf, das PhĂ€nomen Biene multiperspektivisch und interdisziplinĂ€r zu beleuchten und greift mit der Ausstellung der Naturhistorischen Sammlungen Teilaspekte aus Biologie und Kulturanthropologie auf. Die Biologie der Biene wendet sich ihrer Kommunikation durch Tanz ebenso zu wie ihrer Organisation als Staat. Fritz Geller-Grimm, der Kurator des Naturteils berichtet: "Mit der Bienenforschung des NobelpreistrĂ€gers Karl von Frisch beginnt die Kenntnis heranzureifen, wie Ă€uĂerst komplex das Verhalten von Insekten sein kann."
"Honiggelb - Die Biene in der Natur und Kulturgeschichte" erzÀhlt mit zahlreichen Objekten davon - aber auch vom sozialen Gehirn der Honigbiene bis zur vielfÀltigen Verwandtschaft in aller Welt.
Der kulturhistorischen Ebene trĂ€gt ein Streifzug durch ArchĂ€ologie und Ethnologie Rechnung: Anhand beispielhafter Objekte erlĂ€utert die Ausstellung die Bedeutung von Bienen, Honig und Wachs von der Steinzeitz ĂŒber das Alte Ăgypten bis hin zum nur vermeintlich finsteren Mittelalter. Dabei werden auch hier sowohl die funktionalen Ebenen wie die Haltung der Bienen und die Gewinnung ihrer Produkte als auch die symbolische Dimension im Glauben frĂŒhgeschichtlicher Gemeinschaften ausgefĂŒhrt.
"Ăber Jahrtausende gab es im Grunde zwei groĂe Arten des Umgangs mit Bienen und ihren Produkten," so der Kurator Andy Reymann. "Auf der einen Seite gab es die Gewinnung von freilebenden Bienen, das Honey Hunting, welches bis in die jĂŒngste Vergangenheit von Gemeinschaften wie unter anderem den Ayoreo in SĂŒdamerika oder Mbuti in Afrika praktiziert wurde. Und auf der anderen Seite die Ansiedlung von Bienen in kĂŒnstlichen Behausungen als Imkerei oder Zeidlerei. Beide Traditionen hatten und haben ihre Praktiken, Vorstellungen und GerĂ€tschaften. Diese VielfĂ€ltigkeit soll hier gezeigt werden."
Entsprechend umfangreich ist das Spektrum an ausgestellten Objekten aus ArchĂ€ologie und Ethnologie: Scherben mit Spuren von vorgeschichtlichem Wachs, GerĂ€te zur Gewinnung von Honig, honighaltiger Hustensaft fĂŒr Pferde, RĂ€uchergerĂ€te und Bienenkörbe zeigen sich ebenso wie Nachbildungen der goldenen Bienen aus dem Grab des ersten Frankenkönigs oder Objekte mit der Wappenbiene Napoleon Bonapartes. Aber auch der Bedeutung der Biene in der heutigen Gesellschaft wendet sich Honiggelb zu und stellt Fragen zum Urban Beekeeping, nachhaltigem Umweltschutz oder prĂ€sentiert die Biene als Star moderner Kindermedien.
In Kooperation mit den Staatlichen Schlösser und GĂ€rten Hessen findet ein vielseitiges Programm an VortrĂ€gen, FĂŒhrungen und Workshops in den historischen GĂ€rten und Parks der SG statt, das die beiden Ausstellungen in Museum Wiesbaden rĂ€umlich in die Natur erweitert. "Honiggelb - Die Biene in der Natur und Kulturgeschichte" ist Bestandteil einer in Vorbereitung befindlichen Wanderausstellung im Mandant Historisches Erbe.
Die Ausstellung im Landesmuseum wird gefördert durch die Alfred Weigle Stiftung und die Freunde des Museums Wiesbaden. Hr2 und arte sind Kulturpartner der Ausstellung. Ein pĂ€dagogisches Kinderkonzept durchzieht die Ausstellung. Es gibt ein Begleitprogramm mit SonderfĂŒhrungen und AbendvortrĂ€gen.
Pressekontakt:
Susanne Hirschmann M. A.
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