BelÀstigungsprozess, Depardieu

BelÀstigungsprozess gegen Depardieu auf MÀrz verschoben

28.10.2024 - 16:49:32 | dpa.de

Wegen des Verdachts sexueller Übergriffe auf zwei Frauen muss GĂ©rard Depardieu vor Gericht. Ihm droht GefĂ€ngnis. Nun wird der Prozess verschoben - der Schauspieler selbst bittet darum.

  • Depardieus Ärzte haben ihm laut Anwalt verboten, vor Gericht zu erscheinen. (Archivbild) - Foto: Thierry Roge/BELGA/dpa
  • Vor dem Gericht demonstrieren Dutzende UnterstĂŒtzerinnen der KlĂ€gerinnen. - Foto: Louise Delmotte/AP
  • Depardieus Anwalt sagte, der Zustand des Schauspielers habe sich verschlechtert. - Foto: Thomas Padilla/AP/dpa
Depardieus Ärzte haben ihm laut Anwalt verboten, vor Gericht zu erscheinen. (Archivbild) - Foto: Thierry Roge/BELGA/dpa Vor dem Gericht demonstrieren Dutzende UnterstĂŒtzerinnen der KlĂ€gerinnen. - Foto: Louise Delmotte/AP Depardieus Anwalt sagte, der Zustand des Schauspielers habe sich verschlechtert. - Foto: Thomas Padilla/AP/dpa

Der Strafprozess gegen den französischen Schauspieler GĂ©rard Depardieu wegen des Vorwurfs sexueller BelĂ€stigung ist auf Bitten des Angeklagten verschoben worden. Das Pariser Strafgericht entschied nach anderthalbstĂŒndiger Beratung, erst Ende MĂ€rz in der Sache zu verhandeln. Es kam damit dem Antrag von Depardieus Anwalt JĂ©rĂ©mie Assous nach, der wegen des Gesundheitszustands der 75 Jahre alten Filmlegende um einen neuen Termin gebeten hatte. Bis Anfang MĂ€rz muss die Verteidigung des Schauspielers ein medizinisches Gutachten vorlegen.

Wie Verteidiger Assous im Sender France Info zuvor erklĂ€rte, haben Depardieus Ärzte diesem verboten, bei der Anhörung zu erscheinen. Der Darsteller bitte um eine Terminverschiebung, um persönlich anwesend sein zu können. Er wĂŒrde gerne zu Wort kommen, erklĂ€rte der Anwalt weiter. UrsprĂŒnglich wollte der Pariser Strafgerichtshof an diesem Montag verhandeln. Auch das Urteil war erwartet worden.

Mehrere VorwĂŒrfe gegen Depardieu

In dem Verfahren geht es um zwei FĂ€lle, die sich 2021 bei Dreharbeiten zu dem Film «Les volets verts» (Die grĂŒnen FensterlĂ€den) von Regisseur Jean Becker ereignet haben sollen. Die beiden Frauen, eine Dekorateurin und eine Assistentin des Regisseurs, werfen Depardieu vor, sie an den BrĂŒsten und am GesĂ€ĂŸ begrapscht zu haben.

Depardieu («Cyrano von Bergerac», «Asterix und Obelix») bestreitet die VorwĂŒrfe. Ihm drohen in dem Verfahren bis zu fĂŒnf Jahre Freiheitsentzug und 75.000 Euro Geldstrafe.

Schon seit Jahren melden sich immer wieder Frauen zu Wort, die Depardieu sexueller Übergriffe beschuldigen. Erstmals muss er deshalb nun vor Gericht. Der Fall erfĂ€hrt in Frankreich fĂŒr große Aufmerksamkeit. Der Gerichtssaal war prall gefĂŒllt, obwohl klar war, dass der Schauspieler selbst nicht erscheinen wĂŒrde. Vor dem Gericht demonstrierten Dutzende in UnterstĂŒtzung der klagenden Frauen.

Depardieu droht auch in einem weiteren Fall ein Prozess. 2018 hatte ihn die Schauspielerin Charlotte Arnould wegen mutmaßlicher Vergewaltigung verklagt. Der Darsteller bestreitet die VorwĂŒrfe vollstĂ€ndig. In der Zeitung «Le Figaro» schrieb er: «Niemals, nie habe ich eine Frau missbraucht.»

Depardieu hat in ĂŒber 200 Filmen mitgespielt, viele sind zu Klassikern des Kinos geworden, darunter «Die Ausgebufften», «Cyrano von Bergerac» und «Die letzte Metro». Seit den sich hĂ€ufenden Anschuldigungen nehmen jedoch immer mehr Menschen Abstand zu ihm.

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