Ermittlungen, ESC-Kandidaten

Ermittlungen gegen ESC-Kandidaten Joost Klein eingestellt

12.08.2024 - 16:27:31

Wegen einer DrohgebÀrde wurde der niederlÀndische Kandidat Joost Klein nach dem Halbfinale vom ESC in Malmö ausgeschlossen. Die schwedischen Ermittlungen zu dem Fall sind jetzt abgeschlossen.

Die Ermittlungen gegen den niederlĂ€ndischen ESC-Kandidaten Joost Klein wegen eines Zwischenfalls nach dessen Halbfinal-Auftritt im Mai sind eingestellt worden. Das teilte die schwedische Staatsanwaltschaft mit. Dem 26 Jahre alten Musiker war vorgeworfen worden, nach seinem Auftritt beim Eurovision Song Contest in Malmö eine bedrohliche Bewegung in Richtung der Kamera einer Kamerafrau gemacht zu haben. Daraufhin hatte die schwedische Polizei die Ermittlungen gegen Klein aufgenommen. Der NiederlĂ€nder, der sich mit dem Song «Europapa» einen Platz im Finale gesichert hatte, war außerdem vom ESC ausgeschlossen worden.

Dass er die Ermittlungen gegen Klein eingestellt hat, begrĂŒndete der zustĂ€ndige Staatsanwalt Fredrik Jönsson damit, dass er nicht beweisen könne, «dass die Tat ernsthafte Angst hervorrufen konnte oder dass der Mann eine solche Absicht hatte».

Joost Klein: Ungeheuer froh 

Joost Klein ist «ungeheuer froh und erleichtert, dass diese unsichere Periode beendet ist», sagte sein Manager der niederlĂ€ndischen Nachrichtenagentur ANP. «Die letzten paar Monate waren furchtbar schwer». Nun sei das ganze Team erleichtert. «Endlich können wir laut sagen: Es gab nie einen Grund fĂŒr dieses Verfahren.» Der SĂ€nger schaue in die Zukunft und arbeite an einem neuen Album.

TV-Sender fordert Antworten 

Doch fĂŒr den TV-Sender AVROTROS, der in den Niederlanden fĂŒr den ESC zustĂ€ndig ist, ist die AffĂ€re nicht vorbei. Der Sender will ein GesprĂ€ch mit der Leitung der EuropĂ€ischen Rundfunkunion EBU, dem Organisator des ESC. «Wir sind noch immer schwer enttĂ€uscht, dass das europĂ€ische Abenteuer von Joost Klein und der gesamten Niederlande auf diese Weise brutal beendet wurde», erklĂ€rte der Sender. 

AVROTROS habe «von Anfang gesagt, dass die Disqualifizierung unnötig und unangemessen war, und das ist nun auch erwiesen». Der Sender hatte nach eigenen Angaben bereits vor Monaten der EBU seine Beschwerden schriftlich mitgeteilt, aber darauf nie eine Antwort bekommen. Wegen der AffÀre hat der Sender noch nicht entschieden, ob die Niederlande am nÀchsten ESC teilnehmen werden. 

 

 

 

 

 

@ dpa.de