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Leitungswasser-Test: Diese Stoffe finden sich hÀufiger als gedacht

19.12.2025 - 10:52:59

Wesel - Immer mehr unabhĂ€ngige Wasseranalysen zeigen: Leitungswasser ist zwar streng kontrolliert, aber lĂ€ngst nicht so rein, wie viele Verbraucher glauben. Besonders in Regionen mit alten Rohrleitungen oder intensiver Landwirtschaft tauchen bestimmte Stoffe regelmĂ€ĂŸig auf: RĂŒckstĂ€nde aus Medikamenten, Mikroplastik, Nitrat oder hormonĂ€hnliche Verbindungen. Viele Werte liegen zwar unter den gesetzlichen Grenzwerten, doch die Summe der Belastungen sorgt zunehmend fĂŒr Alarm.

Wir finden heute Stoffe im Leitungswasser, die vor 20 Jahren nicht einmal messbar waren. Wer glaubt, dass Leitungswasser automatisch sauber ist, wiegt sich in falscher Sicherheit. Dieser Beitrag zeigt, welche Stoffe sich im Leitungswasser finden lassen und was Verbraucher tun können, um ihre WasserqualitĂ€t zu schĂŒtzen.

Viele Stoffe, eine Unsicherheit: Das Problem mit RĂŒckstĂ€nden im Wasser

Trinkwasser gilt hierzulande als eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel. Doch zahlreiche Laboranalysen aus den letzten Jahren belegen: Im Leitungswasser werden immer wieder unsichtbare RĂŒckstĂ€nde gefunden. Dabei fĂ€llt auf, dass zwar die meisten Stoffe unterhalb der festgelegten Grenzwerte liegen, aber die Kombination verschiedener Belastungen zunehmend Sorgen bereitet.

Ob Nitrat aus DĂŒngemitteln, Medikamentenreste, Mikroplastik oder PFAS – in vielen Regionen sind die Belastungen im Wasser messbar. Besonders bedenklich: Nicht der einzelne Stoff macht den Unterschied, sondern die Summe all dieser Substanzen, die tagtĂ€glich aufgenommen werden.

Unsichtbare Belastungen: Welche Stoffe finden sich im Wasser?

In Deutschland sind es vor allem fĂŒnf Stoffgruppen, die regelmĂ€ĂŸig in Wasseranalysen auftauchen. Nitrat wird meist aus der intensiven Landwirtschaft in Böden und Grundwasser eingetragen – bei Babys kann es sogar zur Bildung von Nitrit im Körper fĂŒhren, was gesundheitliche Risiken birgt. MedikamentenrĂŒckstĂ€nde stammen insbesondere aus entsorgten Medikamenten und gelangen ĂŒber Toiletten sowie KlĂ€ranlagen in den Wasserkreislauf. Da KlĂ€rwerke diese Stoffe oft nicht vollstĂ€ndig abbauen, landen Spuren von Schmerzmitteln, Antibiotika oder HormonprĂ€paraten im Trinkwasser. Mikroplastik, meist kleiner als 5 Mikrometer, entsteht unter anderem durch Abrieb von Leitungen oder aus Verpackungen.

Obwohl es bisher keine Regulierung gibt, lassen sich diese Partikel inzwischen auch in Deutschland vielerorts nachweisen. Die sogenannten PFAS, auch als “Ewigkeitschemikalien” bekannt, stammen aus Industrie, Teflonpfannen oder Outdoor-Kleidung – sie sind besonders langlebig, reichern sich in der Umwelt und im Körper an und gelten als potenziell gesundheitsschĂ€dlich. Ab 2026 werden in der EU erstmals Grenzwerte fĂŒr einzelne PFAS festgelegt. Auch hormonĂ€hnliche Substanzen, also zum Beispiel RĂŒckstĂ€nde von Pestiziden oder der Antibabypille, können den Hormonhaushalt beeinflussen. FĂŒr sie gibt es in Deutschland bislang keine flĂ€chendeckenden Grenzwerte oder eine verbindliche Regulierung.

Gesetzliche Lage: Warum das alles meist nicht verboten ist

Die wenigsten RĂŒckstĂ€nde im Wasser ĂŒberschreiten aktuell gesetzliche Grenzwerte. FĂŒr viele Stoffe gibt es zudem bisher keine spezifischen Vorschriften. Die Trinkwasserverordnung erfasst derzeit rund 70 Stoffparameter. Dem Umweltbundesamt zufolge könnten aber mehr als 8.000 Substanzen im Wasser vorkommen. Die Festlegung von Grenzwerten ist meist ein Kompromiss zwischen der Forschungslage, den technischen Möglichkeiten zur Reinigung und ökonomischen Faktoren – eine absolute Unbedenklichkeit garantiert das nicht. Gerade neue Substanzen wie Mikroplastik oder PFAS sind oft noch schlecht untersucht oder werden in der TrinkwasserĂŒberwachung noch gar nicht explizit erfasst.

Risiko im Alltag: Wer wirklich betroffen ist

Das eigentliche Risiko droht nicht bei einem einzigen Glas Wasser, sondern durch die tÀgliche, langanhaltende Aufnahme mehrerer Stoffgruppen. Besonders Kinder, Schwangere sowie Menschen mit empfindlichem Stoffwechsel gelten als anfÀllig. Ein weiterer Faktor kommt hinzu: Viele Belastungen entstehen nicht direkt im Wasserwerk, sondern erst auf dem langen Weg durch die kommunalen Hauptrohre, durch Hausinstallationen oder Speicher. Vor allem in Àlteren GebÀuden kann Trinkwasser mit zusÀtzlichen Substanzen wie Schwermetallen oder Mikroorganismen belastet werden.

Praktische Maßnahmen fĂŒr Verbraucher:innen

Wer Klarheit ĂŒber seine WasserqualitĂ€t wĂŒnscht, kann eine Wasseranalyse beauftragen – insbesondere bei Altbauten, bei eigenem Brunnen oder wenn das Wasser auffĂ€llig riecht oder schmeckt. Um Stagnationswasser zu vermeiden, empfiehlt es sich, das erste Wasser am Morgen fĂŒr etwa 30 Sekunden ablaufen zu lassen. Moderne Filtersysteme bieten weitere Möglichkeiten: Aktivkohlefilter binden zum Beispiel Chlor, GerĂŒche und einige Pestizide; Umkehrosmoseanlagen entfernen feine Partikel und RĂŒckstĂ€nde wie Medikamentenreste und PFAS; UV-C-Licht wird bei biologischer Belastung eingesetzt. RegelmĂ€ĂŸige ÜberprĂŒfung und Wartung der Hausleitungen – insbesondere in Ă€lteren GebĂ€uden – bringt zusĂ€tzliche Sicherheit.

Über Tom Cattarius:

Tom Cattarius ist GrĂŒnder und GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Arktisquelle, einem Unternehmen fĂŒr hochwertige Wasserfiltersysteme. Mit seinem Team verbindet er neueste Erkenntnisse aus Wasserforschung und Filtertechnik, um Leitungswasser in mehreren Stufen aufzubereiten und in optimaler QualitĂ€t verfĂŒgbar zu machen. GeprĂ€gt durch persönliche Erfahrungen mit WasserqualitĂ€t im familiĂ€ren Umfeld, verfolgt er das Ziel, Menschen einen einfachen Zugang zu sauberem und ganzheitlich aufbereitetem Wasser zu ermöglichen – frei von Schadstoffen, aber reich an wertvollen Eigenschaften. Mehr Informationen unter www.arktisquelle.de

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Ruben SchÀfer
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