Germanwings-Absturz, Chronologie

Zehn Jahre Germanwings-Absturz: Die Chronologie eines Verbrechens

20.01.2025 - 11:10:00 | presseportal.de

Köln - Am 24. MĂ€rz 2015 zerschellt ein Flugzeug der Germanwings in den Alpen – es ist die grĂ¶ĂŸte Katastrophe in der Geschichte der deutschen Luftfahrt. Zehn Jahre nach dem Absturz rekonstruiert die vierteilige ARD Crime-Serie „Der Germanwings-Absturz ­– Chronologie eines Verbrechens“ (ab dem 28. Januar in der ARD Mediathek) die Geschehnisse im Cockpit, begleitet Hinterbliebene und analysiert die Ermittlungsergebnisse.

Zehn Jahre Germanwings-Absturz: Die Chronologie eines Verbrechens - Foto: presseportal.de
Zehn Jahre Germanwings-Absturz: Die Chronologie eines Verbrechens - Foto: presseportal.de

Alle 150 Menschen, die sich an Bord der 4U9525 unterwegs von Barcelona nach DĂŒsseldorf befanden, kamen bei dem Absturz ums Leben. Den Ermittlungen zufolge hat der Co-Pilot die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht. Nicht nur die Hinterbliebenen der 150 Todesopfer, sondern auch die Gerichte beschĂ€ftigt der Absturz bis heute. Denn bis heute stellt sich die Frage: Warum konnte ein Pilot ein ihm anvertrautes Flugzeug absichtlich zum Absturz bringen? Wo hat das System versagt? Und was muss sich Ă€ndern, damit so etwas nicht noch einmal passiert?

Die Episoden im Überblick

1. Der Schock

Annika Sondenheimer, die Frau des FlugkapitĂ€ns, sitzt als Referentin im NRW-Landtag, als gegen 11:30 Uhr die Nachricht veröffentlicht wird, dass ein Flugzeug auf dem Weg von Barcelona nach DĂŒsseldorf abgestĂŒtzt ist. Ihr ist schnell klar, es ist das Flugzeug, das ihr Mann gesteuert hat. Etwa zur gleichen Zeit machen sich Flugunfalluntersucher aus Deutschland direkt auf den Weg in die französischen Alpen, um die Ursache fĂŒr den Absturz herauszufinden. Und Gendarmen mit Hubschraubern an die schwer zugĂ€ngliche Absturzstelle. Auf 1800 Meter Höhe liegt vor ihnen: ein TrĂŒmmerfeld.

2. Die Spur

Keiner kann sich erklĂ€ren, warum ein Airbus A 320 einfach so abstĂŒrzt. Fieberhaft wird nach dem Voice Recorder und der Blackbox gesucht. In DĂŒsseldorf beginnen die Ermittlungen – auch gegen die beiden Piloten, die im Cockpit saßen. Ein technischer Defekt wird schnell ausgeschlossen. Und dann, nur zwei Tage nach dem Absturz ist klar: Der Co-Pilot hat die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht und vorher den FlugkapitĂ€n aus dem Cockpit ausgeschlossen.

3. Der Schmerz

In Haltern am See trauert eine ganz Stadt um die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler und die beiden Lehrerinnen, die bei dem Absturz ums Leben kamen. Mehr als zwei Monate vergehen, bis die sterblichen Überreste der ĂŒber 60 deutschen Opfer ĂŒberfĂŒhrt werden. Aus den Ermittlungen ergibt sich, dass der Co-Pilot psychisch krank war, und dass man das vielleicht hĂ€tte wissen mĂŒssen.

4. Die Schuld

Was genau hat sich in den letzten zehn Minuten vor dem Absturz im Flugzeug und im Cockpit abgespielt? Das haben die Flugunfalluntersucher rekonstruiert und sind sicher: Der Co-Pilot wollte sich und die Menschen, die mit ihm im Flugzeug saßen, töten. Doch wer wusste von den psychischen Problemen des 27-JĂ€hrigen? Wer hĂ€tte verhindern können oder mĂŒssen, dass er im Cockpit sitzt?

Eine Serie von Justine Rosenkranz. Redaktion: Sophie Schulenburg und Britta Windhoff. Ab dem 28. Januar in der ARD Mediathek – und bereits jetzt im WDR-VorfĂŒhrraum unter www.presse.wdr.de .

Fotos unter www.ard-foto.de

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WDR Kommunikation
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