Dienstleistung, Sicherheit

ZĂŒrich als Weckruf: MĂŒssen GeschĂ€fte wieder auf Abschreckung statt Vertrauen setzen?

29.09.2025 - 07:15:00

ZĂŒrich - Mitten am Tag, mitten in ZĂŒrich – ein bewaffneter RaubĂŒberfall auf eine Bijouterie erschĂŒttert die GeschĂ€ftsleute im Stadtteil Altstetten. Schaufensterscheiben zerschlagen, Polizei-Grosseinsatz, TĂ€ter auf der Flucht. Ein Einzelfall? Wohl kaum. Die Zahl gezielter ÜberfĂ€lle auf EinzelhĂ€ndler und LuxusgeschĂ€fte nimmt europaweit zu, wĂ€hrend viele LĂ€den auf offene, kundenfreundliche Konzepte setzen.

Vertrauen ist gut, aber Sicherheit ist die Grundlage. Wer heute auf sichtbare Abschreckung verzichtet, riskiert mehr als nur Warenverlust. Dieser Beitrag verrĂ€t, wie sich Sicherheitsstrategien im Einzelhandel verĂ€ndern mĂŒssen, welche Schutzmassnahmen wirklich abschrecken und wozu neue TĂ€tergenerationen EinzelhĂ€ndler zwingen könnten.

Der bedachte Einsatz von SicherheitskrÀften

Aufgrund der steigenden Anzahl an ÜberfĂ€llen auf LuxusgeschĂ€fte wie UhrenlĂ€den, Juweliere oder Designerboutiquen setzen immer mehr EinzelhĂ€ndler auf bewaffnetes Sicherheitspersonal. Sie wirken abschreckender als unbewaffnete Sicherheitsmitarbeiter und senden an potenzielle TĂ€ter ein klares Signal. Wichtig ist dabei, dass die SicherheitskrĂ€fte nicht etwa aggressiv, sondern bedacht, kontrolliert und souverĂ€n auftreten.

Zu beachten sind dabei rechtliche Bestimmungen, insbesondere die Waffen- und Sicherheitsgesetze. Ausserdem sollte das Augenmerk bei der Wahl des Sicherheitspersonals nicht nur auf der fachlichen Qualifikation, sondern auch auf persönlichen Eigenschaften liegen. Gute SicherheitskrĂ€fte sind in der Lage, Situationen zu deeskalieren und Kunden gegenĂŒber ebenso professionell wie ruhig aufzutreten. Zudem sollten sie psychisch stabil und belastbar sein.

Bauliche Massnahmen im GeschÀft erhöhen die Sicherheit

Neben dem Einsatz von Schutzpersonal empfiehlt sich ein ganzheitliches Sicherheitskonzept, das sich auf bauliche, technische und organisatorische Aspekte erstreckt. In baulicher Hinsicht haben sich unter anderem SchutzrĂ€ume fĂŒr Mitarbeitende bewĂ€hrt, die sie in Gefahrenlagen aufsuchen können. Ferner gehört eine gute Schaufensterverglasung, idealerweise mit zertifiziertem Sicherheitsglas, zur Sicherheitsstrategie, da sie das gewaltsame Eindringen deutlich schwieriger macht. Weitere Massnahmen können fest verbaute Stahlbalken im Eingangsbereich oder Bodenpoller umfassen, die den Zugang erschweren.

Sicherheitskonzepte mit BerĂŒcksichtigung der Kundenfreundlichkeit

Sowohl bauliche Aspekte als auch der Einsatz von bewaffneten SicherheitskrĂ€ften sind optisch fĂŒr die Kunden ersichtlich. Dabei ist es wichtig, diese richtig in den GeschĂ€ftsalltag zu integrieren, um nicht abschreckend auf Kunden zu wirken und den reibungslosen Ablauf des TagesgeschĂ€fts zu gewĂ€hrleisten. Das Sicherheitspersonal sollte die Waffe daher zwar sichtbar, aber dezent tragen, ruhig und professionell auftreten und sowohl Sicherheit ausstrahlen als auch Respekt erzeugen. Technische Massnahmen wie Überwachungskameras und Alarmanlagen lassen sich unauffĂ€llig einbauen, sodass Kunden sie kaum bemerken. Es kommt auf die richtige Kombination aus sichtbarer PrĂ€senz und diskreter Technik an, um Vertrauen zu erzeugen und gleichzeitig das SicherheitsgefĂŒhl zu erhöhen.

Mitarbeiterschulungen fĂŒr den Ernstfall

Bei der Ausarbeitung eines Sicherheitskonzeptes ist es von zentraler Bedeutung, die Mitarbeitenden ausreichend zu schulen und sie auf potenzielle ErnstfĂ€lle vorzubereiten. Dies umfasst das richtige Verhalten bei einem Überfall, Massnahmen der Deeskalation und die FĂ€higkeit, diskret und zeitnah einen Alarm auszulösen. Gute Sicherheitstrainings fĂŒr das Personal zielen dabei sowohl auf fachliche Kompetenzen als auch auf psychologische Vorbereitung ab. Vor allem kommt es darauf an, dass Mitarbeitende in gefĂ€hrlichen Situationen weitestgehend Ruhe bewahren, um handlungsfĂ€hig zu bleiben und gleichzeitig nicht unĂŒberlegt vorzugehen.

Des Weiteren sollte das Personal fĂ€hig sein, potenzielle Bedrohungen möglichst frĂŒhzeitig zu erkennen, adĂ€quat zu reagieren und das Geschehen hinterher korrekt zu dokumentieren. Durch realistische Trainings entwickeln Mitarbeitende die nötige Sicherheit, um in bedrohlichen Situationen richtig zu handeln. Zudem lernen sie, wie sie mit Kunden, Kollegen und EinsatzkrĂ€ften vor Ort richtig kommunizieren. Mit einer solchen ganzheitlichen Strategie steigern EinzelhĂ€ndler die Sicherheit vor Ort und senken die potenzielle Gefahr eines Überfalls deutlich.

Über Bekim Mzi:

Bekim Mzi ist operativer Leiter im Familienunternehmen der Swiss Security Group in ZĂŒrich. Mit ĂŒber 15 Jahren Erfahrung im Personenschutz und Sicherheitsmanagement entwickelt er Sicherheitskonzepte fĂŒr den Personen- und GebĂ€udeschutz mit Schwerpunkt auf HochrisikoeinsĂ€tze, diplomatische Einrichtungen und Veranstaltungen. Sein Unternehmen setzt auf eine fundierte Ausbildung der eingesetzten SicherheitskrĂ€fte, klare Strukturen und prĂ€zise Risikoanalysen. Mehr Informationen unter: https://securitygroup.ch/

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