Zahl der Adoptionen nach Tiefstand gestiegen
04.07.2025 - 09:02:53In Deutschland sind im vergangenen Jahr wieder mehr Kinder adoptiert worden. Nach einem historischen Tiefstand im Jahr 2023 stieg die Zahl um 1,7 Prozent auf 3.662 Kinder, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Mit rund 74 Prozent wurden die meisten Kinder von ihren StiefmĂŒttern oder StiefvĂ€tern adoptiert.
Weitere rund 25Â Prozent der Adoptivkinder kamen zu Paaren, die das Kind gemeinsam adoptierten, 22 Prozent waren verschiedengeschlechtlich und 3Â Prozent gleichgeschlechtlich. In knapp zwei Prozent der FĂ€lle wurden die Kinder von einer Einzelperson angenommen. Die Kinder waren im Schnitt 5,3 Jahre alt, gut jedes zweite von ihnen (51Â Prozent) war jĂŒnger als 2 Jahre.Â
Zwei Prozent kamen aus dem Ausland
7 Prozent der Kinder hatten vor der Adoption keinen deutschen Pass, 2 Prozent wurden aus dem Ausland angenommen â am hĂ€ufigsten aus Thailand, SĂŒdafrika oder Sri Lanka.Â
Der GroĂteil (72 Prozent) lebte zuvor mit einem leiblichen Elternteil und einem Stiefelternteil zusammen. Weitere FĂ€lle schlossen sich an den Aufenthalt an eine Pflegefamilie, eine Heimerziehung oder eine anonyme Geburt an.Â
Anstieg bei Adoption durch StiefmĂŒtter
Einen ĂŒberdurchschnittlichen Anstieg von zehn Prozent gab es bei Adoptionen durch StiefmĂŒtter in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ohne Angaben zum Kindsvater. Vergangenes Jahr gab es 1.243 solche Adoptionen. Dies entsprach gut einem Drittel aller FĂ€lle.
Rechnerisch standen im Jahr 2024 jedem vorgemerkten Adoptivkind fĂŒnf potenzielle Adoptivfamilien gegenĂŒber, erklĂ€rte das Bundesamt. Die Zahl der vorgemerkten Kinder sank vergangenes Jahr um 26 Prozent auf den historischen Tiefstand von 665. Gleiches galt fĂŒr die Zahl der Adoptionsbewerbungen, die um 14 Prozent auf 3.440 abnahm.


