Verteidiger, Freispruch

Verteidiger fordert Freispruch fĂŒr Bushidos Ex-Manager

26.01.2024 - 12:24:24

Am mittlerweile 113. Verhandlungstag biegt der Prozess gegen den Ex-Manager von Rapper Bushido so allmÀhlich auf die Zielgerade ein. Die Veteidigung hÀlt ihre PlÀdoyers.

Im Prozess gegen den Ex-GeschĂ€ftspartner von Rapper Bushido hat dessen Verteidiger auf Freispruch plĂ€diert bezĂŒglich Straftaten zulasten des Musikers. Die Staatsanwaltschaft stĂŒtze ihre VorwĂŒrfe vor allem auf Bushidos Schilderungen, sagte Anwalt Hansgeorg Birkhoff am Freitag vor dem Landgericht Berlin.

Das sei ein Kernproblem der Beweisaufnahme. Es komme aber nicht auf eine «fesselnde ErzÀhlung» an, sondern auf die Beweislast. Sein Mandant Arafat A.-Ch. sei vom Vorwurf der versuchten schweren Erpressung, Freiheitsberaubung, Nötigung sowie gefÀhrlichen Körperverletzung und schweren Untreue freizusprechen.

Im Zusammenhang mit heimlich aufgenommenen GesprĂ€chen beantragte Birkhoff eine «sach- und anlassgerechte Strafe». Zudem stehe seinem Mandanten eine EntschĂ€digung zu fĂŒr rund zwei Wochen, die er zu Unrecht wegen möglicher Straftaten zulasten Bushidos im Januar 2019 in Untersuchungshaft gesessen habe. Das Gericht will sein Urteil am 5. Februar sprechen, wie der Vorsitzende Richter Martin Mrosk sagte. 

Der 47-JĂ€hrige, der als Clan-Chef gilt, ist der Hauptangeklagte in dem seit fast dreieinhalb Jahren laufenden Prozess. Mitangeklagt sind drei seiner BrĂŒder im Alter von 42, 46 und 53 Jahren. Bushido (45), mit bĂŒrgerlichem Namen Anis Mohamed Ferchichi, ist in dem Strafverfahren Zeuge und NebenklĂ€ger. Ein Großteil der VorwĂŒrfe basiert auf den Aussagen des Rappers, der inzwischen mit seiner Familie in Dubai lebt.

Bevor die Verteidiger am Freitag plĂ€dierten, reduzierte die Staatsanwaltschaft ihren Strafantrag fĂŒr den Hauptangeklagten leicht. Statt einer Gesamtstrafe von vier Jahren und vier Monaten Haft, beantragte sie nun vier Jahre, drei Monte und eine Woche. Hintergrund ist, dass der 47-JĂ€hrige zwischenzeitlich den noch offenen Restbetrag einer Geldstrafe bezahlt hat. Diese hatte OberstaatsanwĂ€ltin Petra Leister zunĂ€chst in ihren Strafantrag mit einbezogen. FĂŒr die Mitangeklagten hatte sie Gesamtstrafen beantragt, die von sieben Monaten auf BewĂ€hrung bis zu zwei Jahren und einem Monat Haft reichen.

@ dpa.de