Acht Kinder bei hÀuslicher Gewalt in den USA getötet
19.04.2026 - 19:55:20 | dpa.deBei einem schweren Fall von hĂ€uslicher Gewalt sind in Shreveport im sĂŒdlichen US-Bundesstaat Louisiana acht Kinder getötet worden. VorlĂ€ufigen Erkenntnissen zufolge waren die Getöteten zwischen 1 und 14 Jahren alt, sagte Chris Bordelon von der örtlichen Polizeidienststelle bei einer Pressekonferenz. «Es handelt sich um einen sehr groĂen Tatort, an dem mehrere verstorbene Kinder zu sehen sind.» Einen derartigen Tatort hĂ€tten die meisten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seiner Dienststelle noch nie gesehen.Â
Kurz nach 6.00 Uhr am Sonntagmorgen (Ortszeit) war es Bordelon zufolge zu der hĂ€uslichen Auseinandersetzung gekommen, bei der ein Mann erwachsenen Alters geschossen habe. Dieser habe allein gehandelt und soll der Vater einiger der getöteten Kinder gewesen sein. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden.Â
Der TatverdĂ€chtige sei daraufhin geflĂŒchtet und dann von der Polizei nach einer Verfolgungsjagd erschossen worden. Bordelon betonte, dass fĂŒr die Ăffentlichkeit keine Gefahr mehr bestehe. Zu einem Motiv gebe es zunĂ€chst keinerlei Erkenntnisse, die Untersuchung laufe.Â
Polizeichef kĂŒndigt bald mehr Informationen an
«Ich weiĂ nicht, was ich sagen soll, mein Herz ist schwer. Ich kann mir noch nicht einmal anfangen vorzustellen, wie so etwas passieren kann», sagte Wayne Smith, der Polizeichef von Shreveport. «Ich möchte, dass die Gemeinde weiĂ, dass alle meine Ressourcen hier drauĂen sind, dass wir jedes BeweisstĂŒck und alles verarbeiten, und dass wir zu einem Zeitpunkt in der nahen Zukunft mehr und schlĂŒssigere Informationen ĂŒber was genau passiert ist geben können.»
Shreveport im Nordwesten Louisianas liegt nah an der Grenze zu Texas. Sie ist nach New Orleans und Baton Rouge mit rund 180.000 gemessen an den Einwohnern die drittgröĂte Stadt des Bundesstaates. «Das ist eine tragische Situation, vielleicht die tragischste, die wir je in Shreveport hatten. Es ist ein schrecklicher Morgen», sagte BĂŒrgermeister Tom Arceneaux bei der Pressekonferenz. Seine Gemeinde trauere. «Jetzt verarbeiten wir die Information und das ist in sehr guten HĂ€nden.»Â
Der Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry, teilte per Mitteilung mit, dass er und seine Ehefrau zutiefst traurig seien. «Wir sind zutiefst dankbar, dass die EinsatzkrĂ€fte und RettungskrĂ€fte ohne Unterlass vor Ort arbeiten.» Liz Murrill, GeneralstaatsanwĂ€ltin des Bundesstaates, teilte mit, dass dieser «sinnlose Verlust von Leben» sie sehr traurig mache. «Ich bete fĂŒr alle Opfer und ihre Familienmitglieder angesichts dieser verheerenden Gewalt.»
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