Deutschland, Verkehr

Zwischen Tauwetter und Glatteis: So ist die Wetterlage

13.01.2026 - 14:12:34

Am Vormittag sorgte GlĂ€tte fĂŒr zahlreiche UnfĂ€lle. Betroffen waren vor allem Sachsen und Bayern. Im Norden Deutschlands stellt dagegen das Tauwetter die EinsatzkrĂ€fte vor neue Herausforderungen.

  • Vielerorts sind Streufahrzeuge im Einsatz. - Foto: Annette Riedl/dpa

    Annette Riedl/dpa

  • Auf vereisten Straßen galt am Morgen höchste Vorsicht. - Foto: Patrick Pleul/dpa

    Patrick Pleul/dpa

  • In Lichtenfels in Bayern kam es zu einer Massenkarambolage. - Foto: News5/Ferdinand Merzbach/NEWS5/dpa

    News5/Ferdinand Merzbach/NEWS5/dpa

  • In Sachsen waren die Autos am Dienstag vereist. - Foto: Daniel Wagner/dpa

    Daniel Wagner/dpa

  • In Bayern war es am Dienstag vielerorts glatt. - Foto: Armin Weigel/dpa

    Armin Weigel/dpa

Vielerorts sind Streufahrzeuge im Einsatz. - Foto: Annette Riedl/dpaAuf vereisten Straßen galt am Morgen höchste Vorsicht. - Foto: Patrick Pleul/dpaIn Lichtenfels in Bayern kam es zu einer Massenkarambolage. - Foto: News5/Ferdinand Merzbach/NEWS5/dpaIn Sachsen waren die Autos am Dienstag vereist. - Foto: Daniel Wagner/dpaIn Bayern war es am Dienstag vielerorts glatt. - Foto: Armin Weigel/dpa

Tief «Gunda» hat vielerorts Straßen und Fußwege in eisige Rutschbahnen verwandelt. Spiegelglatte Straßen sorgten vor allem in Teilen Ostdeutschlands und in Bayern fĂŒr zahlreiche UnfĂ€lle. Anderswo kĂ€mpfen EinsatzkrĂ€fte mit den Auswirkungen des Tauwetters.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte fĂŒr den frĂŒhen Morgen besonders im Ă€ußersten Osten und Nordosten noch markante Glatteisgefahr vorhergesagt. In der Nacht war vielfach Regen in gefrierenden Regen ĂŒbergegangen. Im Laufe des Vormittags entspannte sich die Situation aber ĂŒberwiegend. 

Winterwetter hÀlt Menschen in Atem

Stark betroffen vom eisigen Winterwetter war Sachsen. Alleine im Bereich der Polizeidirektion Dresden registrierten die Beamten von Mitternacht bis 10.00 Uhr fast so viele VerkehrsunfĂ€lle wie sonst innerhalb von 24 Stunden. Auf der A14 bei Leipzig hatte sich nach den seit Tagen eisigen Temperaturen an einigen Stellen der Beton gelöst. Der strenge Frost hat zudem beim ADAC in Sachsen fĂŒr eine Rekordzahl an Notrufen gesorgt.

Besonders angespannt war die Lage auch im bayerischen Oberfranken, wo sich etwa auf der A9 eine bis zu zwei Zentimeter dicke Eisschicht gebildet hatte. Die Polizei meldete bis zum Morgen 14 UnfÀlle bei GlÀtte. Mindestens neun Menschen seien leicht verletzt worden, sagte eine Sprecherin. Nach SchÀtzungen der Polizei waren 39 Fahrzeuge beteiligt, darunter mehrere Lastwagen. Auch in anderen Regionen Bayerns kam es zu UnfÀllen aufgrund der WitterungsverhÀltnisse.

Bereits am Montag war es zu etlichen UnfĂ€llen auf glatten Straßen gekommen. Bei Lichtenfels in Oberfranken etwa wurden nach Angaben der Polizei am Abend bei Blitzeis mindestens 13 Menschen bei einer Massenkarambolage auf einer Bundesstraße verletzt, zwei von ihnen schwer. 

Eis drohte auf A7 zu fallen

In Hamburg beschert das dort einsetzende Tauwetter mit Regen der Feuerwehr seit der Nacht zahlreiche EinsĂ€tze. GrĂ¶ĂŸere EinschrĂ€nkungen gab es am Elbtunnel. Eisteile drohten auf die Fahrbahn und die Fahrzeuge zu stĂŒrzen. Die Feuerwehr war mit Spezialfahrzeugen im Einsatz und befreite die Lamellen am sĂŒdlichen Tunnelportal von den sogenannten Eisplanken, wie ein Sprecher der Autobahn GmbH des Bundes der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Autobahn 7 in Richtung Norden war fĂŒr gut zwei Stunden gesperrt. 

Auch der Tiergartentunnel in Berlin musste von Eis befreit werden, wie die Verkehrsinformationszentrale VIZ mitteilte. AuffĂ€llig viele VerkehrsunfĂ€lle gab es aber nicht. In Mecklenburg-Vorpommern und ThĂŒringen blieb die Zahl der UnfĂ€lle und StĂŒrze trotz vielerorts spiegelglatter Straßen ebenfalls ĂŒberschaubar.

Teils ZugausfÀlle bei der Deutschen Bahn 

GrĂ¶ĂŸere EinschrĂ€nkungen bei der Deutschen Bahn gab es aufgrund der Wetterlage nicht. Auf ihrer Website wies das Unternehmen am Nachmittag etwa auf «witterungsbedingte Anpassungen auf allen Linien» der S-Bahn in Hamburg hin. Zudem komme es zu ZugausfĂ€llen im Fernverkehr der Deutschen Bahn in Tschechien. Betroffen seien Railjet-Verbindungen zwischen Dresden und Prag.

Notaufnahmen zuletzt extrem belastet

In den vergangenen Tagen hatte bereits der Wintersturm «Elli» vielerorts fĂŒr gefĂ€hrliche GlĂ€tte und zahlreiche UnfĂ€lle gesorgt. In den Notaufnahmen des Landes war die Belastung entsprechend hoch. «Eis und Schnee haben uns in den vergangenen Tagen auch in den Notaufnahmen extrem belastet», sagte Gerald Gaß, Vorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), der «Rheinischen Post». 

Wetterumschwung kommt

Am kĂ€ltesten war es in diesem Jahr laut vorlĂ€ufiger Daten des DWD in Oberstdorf im AllgĂ€u. Dort zeigte das Thermometer am 6. Januar eine Temperatur von minus 21,7 Grad an, wie es auf Nachfrage der dpa hieß. 

Auf Eis und Schnee folgen nun Regen und stellenweise zweistellige Temperaturen. Tief «Gunda» habe landesweit mildere Witterung gebracht, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. An diesem Mittwoch liegen die Höchstwerte ĂŒberall im positiven Bereich - mit einem Nordost-SĂŒdwestgefĂ€lle, wie Meteorologe Marcel Schmid sagte. 

An den folgenden Tagen der Woche sei ein meist unspektakulÀrer Mix aus Regen und stellenweise lÀngeren sonnigen Abschnitten zu erwarten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Neue Woche beginnt im Nordosten mit GlÀttegefahr und KÀlte. Im Nordosten bleibt es zunÀchst weiter kalt - im Laufe der Woche sind mildere Temperaturen und Regen angesagt. Glatteisgefahr und Nebel bestimmen in Deutschland den Start in die neue Woche. (Unterhaltung, 09.02.2026 - 05:30) weiterlesen...

Schlitten, Ski, Streusalz – Winterwetter leert die Regale. Welche Produkte besonders gefragt sind. Ob Sportladen oder Baumarkt: Schnee und Eis kurbeln deutlich die Nachfrage im Handel an. (Wirtschaft, 09.02.2026 - 04:00) weiterlesen...

Weniger Windstrom trotz Ausbaus - Wetter bremst Erzeugung Die fĂŒr die Energiewende wichtigen Windkraftanlagen haben in Deutschland 2025 trotz starken Ausbaus weniger Strom produziert als im Jahr zuvor. (Boerse, 08.02.2026 - 10:50) weiterlesen...

Weniger Windstrom trotz Ausbaus - Wetter bremst Erzeugung Die fĂŒr die Energiewende wichtigen Windkraftanlagen haben in Deutschland 2025 trotz starken Ausbaus weniger Strom produziert als im Jahr zuvor. (Boerse, 08.02.2026 - 10:32) weiterlesen...

Erneut GlÀttegefahr im Norden und Nordosten Deutschlands. Vor allem im Norden und Nordosten ist aber auch heute noch mit GlÀtte zu rechnen. Es wird wÀrmer in Deutschland. (Unterhaltung, 07.02.2026 - 04:43) weiterlesen...

Betrieb am BER lĂ€uft wieder - VerspĂ€tungen und AusfĂ€lle. Doch es kommt zu stundenlangen VerspĂ€tungen und AusfĂ€llen. Betreiber und Passagiere mĂŒssen hoffen, dass es eisfrei bleibt. Der Flugbetrieb am BER lĂ€uft wieder. (Unterhaltung, 06.02.2026 - 20:37) weiterlesen...