Aubagne, Schüsse an Schule

Aubagne: 14-Jähriger schießt auf Schulleiter und Lehrerin

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 11:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Bei dem Angriff vor einem Collège in Aubagne wurden der Schulleiter und eine Lehrerin verletzt. Beide sind nach den Angaben außer Lebensgefahr; der Hintergrund ist offen.

Die Hintergründe der Schüsse vor einer Schule in Südfrankreich sind noch unklar. - Bild: Miguel Medina/AFP/dpa
Die Hintergründe der Schüsse vor einer Schule in Südfrankreich sind noch unklar. - Bild: Miguel Medina/AFP/dpa

Folgen für Schulleitung und Lehrkraft

  • Der 14-Jährige soll vor einem Collège in Aubagne vier bis fünf Schüsse mit einem Jagdgewehr abgegeben haben.
  • Der Schulleiter und eine Lehrerin wurden verletzt, befinden sich aber nicht in Lebensgefahr.
  • Der Jugendliche wurde nach den Schüssen festgenommen und soll Schüler des Collège sein.
  • Innenminister Laurent Nuñez und Bildungsminister Édouard Geffray wollten am Nachmittag an der Schule eintreffen.

Ein 14-Jähriger soll vor einer weiterführenden Schule in Aubagne auf den Schulleiter und eine Lehrerin geschossen haben.

Festnahme nach den Schüssen

Der Jugendliche wurde nach dem Vorfall in der südfranzösischen Stadt festgenommen. Nach Angaben aus den Ermittlungen soll er ein Gewehr benutzt und vier bis fünf Schüsse abgegeben haben.

Der Schulleiter und die Lehrerin erlitten Verletzungen. Nach den vorliegenden Angaben besteht für beide keine Lebensgefahr.

Motiv bleibt zunächst offen

Der Hintergrund der Schüsse war zunächst unklar. Nach Angaben der Polizei stehen sie nicht im Zusammenhang mit den aktuellen Schulprotesten in Frankreich.

Vor dem Collège habe es keine Protest- oder Blockadeaktionen gegeben. Der mutmaßliche Schütze soll selbst Schüler der Schule sein.

Minister kündigen Besuch an

Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez und Bildungsminister Édouard Geffray wollten am Nachmittag an der Schule eintreffen. Die Ministerien kündigten den Besuch an.

Schulgewalt und politische Proteste

Der Vorfall ereignete sich in Aubagne, einer Stadt im Département Bouches-du-Rhône im Süden Frankreichs. Dass die Schüsse nach den vorliegenden Angaben nicht mit den aktuellen Schulprotesten zusammenhängen, trennt den Angriff von der politischen Lage, die das Land derzeit beschäftigt.

Für Schulen stehen damit zwei Ebenen nebeneinander: die unmittelbare Sicherung des Schulbetriebs und die Klärung des persönlichen Motivs. Bei einem mutmaßlich 14-jährigen Schützen werden zudem Fragen des Jugendstrafrechts, der Herkunft der Waffe und der Aufsicht im schulischen Umfeld eine zentrale Rolle spielen.

Ermittlungen und Folgen

Die Verletzungen des Schulleiters und der Lehrerin sind nach der dpa-Meldung nicht lebensbedrohlich. Entscheidend für die weitere Bewertung wird sein, wie der Ablauf rekonstruiert wird und ob der Jugendliche gezielt auf die beiden Erwachsenen schoss.

Der angekündigte Besuch des Innen- und des Bildungsministers unterstreicht die politische Bedeutung des Geschehens. Neben den Ermittlungen dürfte die Schule Maßnahmen zur Betreuung von Schülerinnen und Schülern sowie zur Wiederaufnahme des Unterrichts prüfen.

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