Frankreich, International

Auch in Tee und Katzenfutter: 76 Tonnen Drogen gesichert

Veröffentlicht am: 16.09.2025 um 11:29 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
76 Tonnen Drogen, versteckt unter anderem in einem Surfbrett und Katzenfutter – wie Ermittler in Asien und Nordamerika Schmugglertricks aufdeckten und Milliardenwerte aus dem Verkehr zogen.
Ermittlerinnen und Ermittler aus 17 LÀndern arbeiteten laut Interpol zusammen, um die gefÀhrlichsten international gesuchten Kriminellen zu identifizieren. (Symbolbild) - Bild: Wallace Woon/EPA FILE/dpa

Bei einem internationalen Schlag gegen DrogenkriminalitÀt haben Fahnder riesige Mengen Rauschmittel sichergestellt. Sie beschlagnahmten 76 Tonnen Drogen, darunter vor allem Methamphetamin, aber auch Fentanyl, Heroin, Kokain und chemische Vorprodukte. Die eingezogenen synthetischen Drogen hÀtten einen Wert von 6,5 Milliarden US-Dollar (etwa 5,5 Milliarden Euro), teilte die internationale Polizeiorganisation Interpol mit.

Zum Vergleich: Vor wenigen Wochen hatte die US-KĂŒstenwache gemeinsam mit internationalen Partnern mehr als 34 Tonnen Drogen beschlagnahmt. Die Menge an illegalen Substanzen sei die grĂ¶ĂŸte, die die KĂŒstenwache jemals entladen habe, hieß es damals von der Behörde.

Ungewöhnliche Verstecke, Warnung vor Nitazenen

Bei dem zweiwöchigen Einsatz in 18 LĂ€ndern in Asien und Nordamerika im Juni und Juli fanden die Fahnder Drogen auch an ungewöhnlichen Orten. Mehrere Kilogramm Ketamin seien in einem Surfbrett versteckt gewesen. Heroin sei in Tee verpackt gewesen. Auf den Philippinen stießen die Ermittler auf Ketamin-Ladungen aus Deutschland, Polen und Frankreich, bei dem die Droge in Katzenfutter und einer Espressomaschine versteckt gewesen sei. Insgesamt 386 Menschen nahmen die Ermittler bei dem Einsatz fest.

Interpol-GeneralsekretĂ€r Valdecy Urquiza warnte: «Die von transnationalen kriminellen Netzwerken gehandelten Drogen schĂŒren Gewalt, lĂ€hmen Wirtschaften und gefĂ€hrden die öffentliche Gesundheit.» Der Organisation zufolge sehen Behörden aktuell eine Zunahme von Nitazenen, starken synthetischen Opioiden. Schon kleine Mengen könnten tödlich sein. Das Rauschgift sei fĂŒr HĂ€ndler besonders profitabel, leicht zu transportieren und schwierig zu erkennen, warnte Interpol.

Interpol mit Sitz im französischen Lyon ist mit 196 Mitgliedsstaaten die weltgrĂ¶ĂŸte Polizeiorganisation und koordiniert internationale Polizeizusammenarbeit.

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