Drei Tote im Kanal - Ermittler finden Einbruchswerkzeug
31.10.2025 - 11:01:00Bei dem tödlichen Verkehrsunfall auf einer KanalbrĂŒcke bei Braunschweig hatten die drei MĂ€nner Einbruchswerkzeug im Auto. Die Verstorbenen hatten zudem StrĂŒmpfe ĂŒber die HĂ€nde gezogen, wie die Staatsanwaltschaft Braunschweig auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Beides deute darauf hin, dass Spuren vermieden werden sollten, sagte Behördensprecher Hans Christian Wolters.Â
Wann und wo das Trio einen Einbruch begangen haben könnte oder in Planungen dafĂŒr war, dĂŒrfte aber unklar bleiben. «Welchen Hintergrund das Ganze hatte, ist reine Spekulation und wird sich wohl auch nicht aufklĂ€ren lassen», sagte Wolters der dpa. Das Auto, mit dem der 34-jĂ€hrige Fahrer aus Serbien sowie ein 25-JĂ€hriger und ein 31-JĂ€hriger aus Kroatien am Samstag in den Mittellandkanal stĂŒrzten, war nach einer Vermietung als unterschlagen gemeldet worden.Â
Auto durchschlug BrĂŒckengelĂ€nder
Ein Fahrer hatte sich nach den frĂŒheren Angaben der Ermittler einer Kontrolle auf der Autobahn 2 entzogen und Gas gegeben. Die Fahnder verloren den Wagen aus dem Blick. Kurz darauf fuhr der Mann auf der BundesstraĂe 4 viel zu schnell auf der einspurigen Fahrbahn und ĂŒberholte mehrere Autos von rechts. Der Wagen prallte gegen die Leitplanke und geriet in den Gegenverkehr, wo er frontal mit einem anderen Auto zusammenstieĂ. Das Auto durchschlug das BrĂŒckengelĂ€nder und stĂŒrze in den Kanal.Â
Die drei MĂ€nner konnten nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden. Ein 53-jĂ€hriger Mann aus dem entgegenkommenden Auto wurde mit lebensgefĂ€hrlichen Verletzungen in eine Klinik geflogen. Eine 47-jĂ€hrige Frau, die auch in dem Auto saĂ, wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Eine neue Entwicklung zum Gesundheitszustand der beiden Hamburger teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit.Â
Keine Obduktion der LeichenÂ
Auch wenn gegen Tote nicht ermittelt wird, lief das Verfahren formal gegen den Fahrer des versunkenen Autos wegen fahrlÀssiger Tötung. Jetzt informierten die Ermittler, dass die Leichen nicht obduziert wurden. Die genaue Todesursache spiele angesichts des Todes des einzig verantwortlichen Fahrers strafrechtlich keine Rolle mehr, teilte die Staatsanwaltschaft mit. «Die Leichname wurden daher zur Bestattung freigegeben», sagte Wolters.





