BĂ€r, Slowakei

BraunbÀr verletzt Wanderer in der Slowakei schwer

03.06.2026 - 10:12:56 | dpa.de

Auf einem Wanderweg fĂ€llt eine BĂ€rin einen Mann an. Er wird per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Die Angreiferin fĂŒrchtete vermutlich um ihre beiden Jungen.

Eine BĂ€rin geht mit ihrem Nachwuchs durch ein Tal in der Westtatra in der Slowakei. Nach offiziellen ZĂ€hlungen gibt es in der Slowakei rund 1.200 freilebende BĂ€ren. (Archivbild) - Bild: Erik ÄevëÏk/tasr/dpa
Eine BĂ€rin geht mit ihrem Nachwuchs durch ein Tal in der Westtatra in der Slowakei. Nach offiziellen ZĂ€hlungen gibt es in der Slowakei rund 1.200 freilebende BĂ€ren. (Archivbild) - Bild: Erik ÄevëÏk/tasr/dpa

Auf einem Wanderweg in der Slowakei ist ein Mann von einem BraunbĂ€ren angefallen und schwer verletzt worden. «Wir haben den 36 Jahre alten Patienten mit Verletzungen im Halsbereich per Hubschrauber ins Krankenhaus in Zilina geflogen», teilte eine Rettungssprecherin der Nachrichtenagentur TASR mit. Der Zwischenfall hatte sich nach ihren Angaben am frĂŒhen Dienstagabend in der Gemeinde Stranavy direkt am Übergang zwischen einer Wiese und dem angrenzenden Wald ereignet. 

Am Mittwochvormittag berichtete der Fernsehsender TV Markiza ĂŒber weitere Details. Demnach habe der Mann zwar zahlreiche Verletzungen, vor allem durch Bisse erlitten, er sei aber in stabilisiertem Zustand. WĂ€hrend des Angriffs soll er auch zwei Jungtiere in der NĂ€he gesehen haben. Die Angreiferin sei also wohl ein Muttertier gewesen, das um seine Jungen fĂŒrchtete. 

Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, das Gebiet möglichst zu meiden. Außerdem wurde eine sogenannte Fotofalle aufgestellt, um ein neuerliches Auftauchen der BĂ€rin rasch bemerken zu können. 

Mehr als tausend BÀren in der Slowakei 

Nach der letzten offiziellen ZĂ€hlung, die im Jahr 2022 veröffentlicht wurde, gibt es in der Slowakei rund 1.200 freilebende BĂ€ren. Die Tiere gehen normalerweise Menschen aus dem Weg, wenn sie sie rechtzeitig bemerken. Bei ĂŒberraschendem Zusammentreffen oder wenn Muttertiere ihre Jungen gefĂ€hrdet sehen, können sie jedoch angreifen. Einzelne ZusammenstĂ¶ĂŸe endeten in den vergangenen Jahren tödlich.

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