Hitze, Sommer

WaldbrĂ€nde auf Rhodos – Tausende Touristen werden versorgt

24.07.2023 - 03:45:41

Auf Rhodos toben die BrĂ€nde weiter, die starken Winde dauern an. Tausende Touristen harrten auf der Straße, in Sporthallen, am Flughafen und in anderen provisorischen UnterkĂŒnften aus.

Nach der Evakuierung von Tausenden Touristen und Einheimischen wĂŒten die Feuer im SĂŒdosten der griechischen Ferieninsel Rhodos weiter. Schon seit gut einer Woche lodern die WaldbrĂ€nde, die am Wochenende außer Kontrolle geraten sind.

Mit dem ersten Tageslicht sollten am Morgen abermals Löschflugzeuge und Hubschrauber rund um die Ortschaft Laerma eingesetzt werden, wie die Feuerwehr mitteilte. In der Nacht kĂ€mpften Hunderte Feuerwehrleute dagegen, dass die Flammen auf weitere Dörfer und Ortschaften ĂŒbergriffen, wie das Staatsfernsehen (ERT) berichtete.

Im Einsatz waren auf Rhodos gestern zehn Löschflugzeuge und acht Hubschrauber. Darunter auch zwei Flugzeuge aus Frankreich, zwei aus der TĂŒrkei, eins aus Kroatien sowie ein Hubschrauber aus Jordanien, wie die Feuerwehr mitteilte. Trockenheit in Verbindung mit hohen Temperaturen und Wind sorgt dafĂŒr, dass sich das Feuer ausbreitet.

Fast 20.000 Evakuierte

Tausende Touristen, die am Samstag wegen der starken Rauchbildung und der immer nÀherkommenden Flammen ihre Hotels rund um das beliebte FerienstÀdtchen Lindos verlassen mussten, verbrachten die zweite Nacht in Sporthallen und Schulen. Viele warteten im Flughafen auf die nÀchste Möglichkeit, um abzufliegen.

Allerdings reisten am Sonntag mit Charter- und LinienflĂŒgen trotz der BrĂ€nde weitere Touristen an, wie Reporter berichteten. Rund 90 Prozent der Hotels von Rhodos sind nach Aussagen von Vertretern der Kommunalbehörde unversehrt von den BrĂ€nden geblieben - die meisten von ihnen angesichts der Hauptsaison jedoch auch ausgebucht. Die Behörden sprachen von fast 20.000 Evakuierten, darunter Einheimische.

Unterdessen kommen neue Fragen in Zusammenhang mit der Evakuierung der Hotels im SĂŒdosten der Insel auf. Viele Touristen hatten ihre Koffer und andere GegenstĂ€nde, darunter auch Ausweispapiere, in ihren Zimmern zurĂŒckgelassen. Christos Pilatakis, ein Hoteldirektor aus der Stadt Lindos, sagte der dpa am Sonntag, dies mĂŒsse zwischen den Reiseagenturen und den Hotels geregelt werden. Zuerst mĂŒssten die Feuerwehr und die Polizei die RĂŒckkehr des Personals erlauben. Danach sollten die zurĂŒckgelassenen Sachen in die jeweiligen LĂ€nder der GĂ€ste geschickt werden. Dies werde einige Tage dauern.

Brandgefahr bleibt vielerorts extrem hoch

Die Feuerwehr warnte abermals: Die Waldbrandgefahr werde weiterhin im SĂŒdosten der Insel auch heute und Dienstag sehr stark bleiben. Grund sei eine Zunahme des Windes. Eine erste Hoffnung ist aber in Sicht: Kommenden Donnerstag soll die praktisch seit zwei Wochen in Griechenland andauernde Hitzewelle vorerst zu Ende gehen. Dann sollen laut Vorhersage die Thermometer wieder fĂŒr die Jahreszeit normale Temperaturen um die 35 Grad erreichen - statt nun 40 Grad und mehr.

Auch in anderen Landesteilen Griechenlands soll ab Donnerstag die Hitzewelle zu Ende gehen. Die Brandgefahr bleibt jedoch vielerorts extrem hoch. Weitere BrÀnde sind bereits ausgebrochen. So gab es am Wochenende auf der Halbinsel Peloponnes und auf der Ferieninsel Korfu mehrere Feuer, die wegen der Winde heute gefÀhrliche Dimensionen erreichen könnten, wie Reporter vor Ort berichteten.  

@ dpa.de