Rheinland-Pfalz, Deutschland

Polizeieinsatz in Bank beendet - Fahndung nach TÀtern lÀuft

08.05.2026 - 17:07:23 | dpa.de

Aufatmen nach stundenlanger Anspannung: SpezialkrĂ€fte dringen in die Volksbank von Sinzig ein. Sie finden zwei eingesperrte Menschen - unverletzt. Gesucht wird ein Mann, der einen weißen Overall trug.

  • Nach der Befreiung von zwei Personen ist die Spurensicherung im Einsatz. - Foto: Thomas Frey/dpa
    Nach der Befreiung von zwei Personen ist die Spurensicherung im Einsatz. - Foto: Thomas Frey/dpa
  • Bis zum Zugriff dauerte es mehrere Stunden. - Foto: Thomas Frey/dpa
    Bis zum Zugriff dauerte es mehrere Stunden. - Foto: Thomas Frey/dpa
  • Noch ist vieles unklar, eine Frage ist auch: Wurde Beute gemacht? - Foto: Thomas Frey/dpa
    Noch ist vieles unklar, eine Frage ist auch: Wurde Beute gemacht? - Foto: Thomas Frey/dpa
  • Noch ist vieles unklar. - Foto: Thomas Frey/dpa
    Noch ist vieles unklar. - Foto: Thomas Frey/dpa
Nach der Befreiung von zwei Personen ist die Spurensicherung im Einsatz. - Foto: Thomas Frey/dpa Bis zum Zugriff dauerte es mehrere Stunden. - Foto: Thomas Frey/dpa Noch ist vieles unklar, eine Frage ist auch: Wurde Beute gemacht? - Foto: Thomas Frey/dpa Noch ist vieles unklar. - Foto: Thomas Frey/dpa

Nach einer möglichen Geiselnahme in einer Bankfiliale im rheinland-pfÀlzischen Sinzig fahndet die Polizei nach den TÀtern. SpezialkrÀfte hatten am Morgen nach einem Alarm in der Bank in dem Ort Position bezogen. Sie betraten nach etwa sechs Stunden das GebÀude und trafen zwei Personen unverletzt an, bei denen es sich laut einem Polizeisprecher wohl um Opfer handelt. TatverdÀchtige seien nicht gefunden worden. Die Fahndung nach ihnen laufe.

Mindestens ein VerdÀchtiger

Die Polizei ging am Abend von mindestens einem mĂ€nnlichen TĂ€ter aus. Dieser habe einen weißen Overall - Ă€hnlich einem Imkeranzug - getragen, gegen 9.00 Uhr den Mitarbeiter eines Geldtransport-Unternehmens abgepasst und ihm einen Bargeld-BehĂ€lter entwendet. 

Danach sei der Mitarbeiter der Geldtransport-Firma und eine weitere Person in einem separaten Raum in der Filiale der Bank eingeschlossen worden. Der oder die TÀter flohen laut Polizei vermutlich noch vor Eintreffen der ersten Polizeistreife. 

Da zunĂ€chst nicht klar gewesen sei, ob der oder die TĂ€ter noch im GebĂ€ude waren, sei der Bereich weitrĂ€umig abgesperrt worden. Der Einsatz lief nach Angaben der Polizei nicht nur rund um die Bankfiliale. Im gesamten Stadtgebiet habe es Fahndungsmaßnahmen gegeben. 

Am Nachmittag drangen dann KrÀfte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) in die Bank ein und fanden die zwei eingeschlossenen Personen. 

Erste Vermutung: Geiselnahme

«Wir sind ĂŒber den Tag von einer Geiselnahme ausgegangen», sagte ein Polizeisprecher. Ob die Tat mit den aktuellen Erkenntnissen weiterhin so bezeichnet werden könne, mĂŒsse geklĂ€rt werden. Ein Tatbestand sei Freiheitsberaubung. Ob auch Raub dazuzĂ€hle, gab der Sprecher nicht an. 

Der Unterschied zwischen einer Geiselnahme und Freiheitsberaubung liegt vor allem in der zusÀtzlichen Nötigungskomponente und den Forderungen, die bei einer Geiselnahme hinzukommen. Dem Polizeisprecher zufolge ging der Notruf am Morgen automatisiert ein. Nach seinem Kenntnisstand habe man keinerlei Kontakt mit den TÀtern gehabt. 

«Der Geldtransporter spielt eine Rolle im Gesamtkontext»

Die Polizei war nach ersten Erkenntnissen davon ausgegangen, dass es am Morgen zu einer Geiselnahme gekommen war. Demnach sollten mehrere TÀter in einer Bankfiliale Menschen in ihrer Gewalt haben. Bei einem der Opfer sollte es sich um den Fahrer eines Geldtransporters handeln. «Der Geldtransporter spielt eine Rolle im Gesamtkontext», sagte der Polizeisprecher am Nachmittag.

Ein Sprecher der Volksbank Raiffeisenbank RheinAhrEifel sagte, dass er keine Angaben machen könne und verwies auf die Zusammenarbeit mit der Polizei.

Es waren mehrere Hundert EinsatzkrĂ€fte vor Ort, die Innenstadt wurde weitrĂ€umig abgesperrt. Sinzig liegt etwa 35 Autokilometer nordwestlich von Koblenz und rund 25 Kilometer sĂŒdlich von Bonn.

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