Paris, Explosion

37 Verletzte bei GebÀudeexplosion im Zentrum von Paris

21.06.2023 - 22:20:36

Augenzeuge berichten von einer enormen Detonation und einer riesigen Stichflamme. Bei einer GebÀudeexplosion in Paris sind gestern 37 Menschen verletzt worden. Als Ursache wird ein Gasleck vermutet.

  • Rauch steigt aus einem GebĂ€ude am Place Alphonse-Laveran in der NĂ€he des Doms des Val de Grace (l) in Paris auf. - Foto: Ian Langsdon/AFP/dpa

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  • Vermutlich nach einer Gasexplosion sind im Zentrum der französischen Hauptstadt mehrere GebĂ€ude in Brand geraten. - Foto: Abdulmonam Eassa/AFP/dpa

    Abdulmonam Eassa/AFP/dpa

Rauch steigt aus einem GebÀude am Place Alphonse-Laveran in der NÀhe des Doms des Val de Grace (l) in Paris auf. - Foto: Ian Langsdon/AFP/dpaVermutlich nach einer Gasexplosion sind im Zentrum der französischen Hauptstadt mehrere GebÀude in Brand geraten. - Foto: Abdulmonam Eassa/AFP/dpa

Bei einer heftigen GebĂ€udeexplosion im Zentrum von Paris sind 37 Menschen verletzt worden, vier davon lebensgefĂ€hrlich. Zwei Menschen wurden zunĂ€chst vermisst und unter den TrĂŒmmern vermutet. Unterdessen sei einer der beiden in der Nacht identifiziert worden. Er sei im Krankenhaus, sagte der stellvertretende Pariser BĂŒrgermeister Emmanuel GrĂ©goire im Sender France Info. RettungskrĂ€fte suchten derweil weiter nach einer zweiten Person.

Die Ursache der Katastrophe sei noch unbekannt. Nach vorlĂ€ufigem Ermittlungsstand gehen die Ermittler von einem Gasleck aus. Die Explosion brachte ein mehrgeschossiges GebĂ€ude im fĂŒnften Arrondissement teils zum Einsturz und löste einen großen Brand aus, der auf mehrere NachbargebĂ€ude ĂŒbergriff. Mehrere HĂ€user wurden evakuiert. Scheiben gingen zu Bruch.

Zwei Vermisste wurden am Abend unter den TrĂŒmmern gesucht. Schweres GerĂ€t werde mobilisiert, um die TrĂŒmmer wegzuschaffen, sagte der Innenminister. Möglicherweise werden seinen Worten zufolge noch in der Nacht noch Tote geborgen oder Überlebende gerettet.

Macron spricht sein MitgefĂŒhl aus

Augenzeugen sprachen von einer enormen Explosion, die sie an einen Bombeneinschlag erinnert hĂ€tten. Die Rauchwolke war auch aus der Entfernung zu sehen. PrĂ€sident Emmanuel Macron sprach den Betroffenen sein MitgefĂŒhl aus. «Wir denken an diejenigen, die von der Explosion in Paris betroffen sind, an die vermissten Personen sowie an die RettungskrĂ€fte, die im Einsatz sind.»

Premierministerin Élisabeth Borne eilte zum Ort der Explosion, der von Soldaten abgesperrt wurde. Sie habe ein Krisenzentrum eingerichtet, sagte BĂŒrgermeisterin Anne Hidalgo. 325 Feuerwehrleute waren nach Angaben des Innenministers vor Ort im Einsatz. Der Brand war am Abend unter Kontrolle, wie die Feuerwehr meldete.

Modeschule und Musikinstitut

In dem GebĂ€ude waren nach Medienberichten unter anderem eine Modeschule sowie ein Musikinstitut untergebracht. Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt der Explosion um kurz vor 17.00 Uhr in dem GebĂ€ude befanden, war zunĂ€chst nicht bekannt. Das örtliche BĂŒrgermeisteramt öffnete seine TĂŒren fĂŒr Betroffene sowie Helfer.

Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen fahrlÀssiger Körperverletzung, wegen vernachlÀssigter Vorsicht oder Sicherheit ein, wie der Sender BFMTV berichtete. Demnach gehen die Ermittler davon aus, dass die Explosion von dem GebÀude ausgegangen ist.

@ dpa.de