Aus Sicherheitsgründen: Harry und Meghan lassen Archie und Lilibet kurz nach Schulbeginn die Schule wechseln
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 04:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Prinz Harry und Herzogin Meghan haben ihre Kinder Archie und Lilibet kurz nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien aus Sicherheitsgründen von ihrer neuen Schule abgemeldet.
Schulweg wird zum Sicherheitsrisiko
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge mussten Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) bereits wenige Tage nach Beginn des neuen Schuljahres die Schule wechseln. Nach nur zwei Tagen mit ihren neuen Mitschülern zog das Paar demnach die Konsequenzen aus Sicherheitsbedenken. Entscheidend war nicht die Schule selbst, sondern die tägliche Pendelei im Berufsverkehr und die lange Fahrstrecke zwischen dem Familienwohnsitz und der Schule, die sich als Risiko für die Kinder herausgestellt habe.
Entscheidung nach Beratung mit Sicherheitsteam
Ein Sprecher der Familie erklärte dem britischen Magazin "Hello!" und der US-Zeitschrift "People", die Entscheidung sei nach Rücksprache mit Harrys und Meghans privatem Sicherheitsteam gefallen. Dieses habe demnach mindestens einmal Schwierigkeiten gehabt, dem Auto mit beiden Kindern in einem Konvoi zu folgen. Zwar sei das Schulgelände nach Angaben des Berichts bereits in den Ferien inspiziert worden, ein realistischer Test des Alltagsablaufs sei jedoch erst mit Beginn des regulären Verkehrs möglich gewesen – und habe schnell zu erheblichen Bedenken geführt.
Neues Leben in den Cotswolds
Harry und Meghan waren erst Ende August gemeinsam mit ihren Kindern und Hunden aus den USA nach Großbritannien zurückgekehrt. Nach übereinstimmenden Berichten zog die Familie in die ländlich geprägte Region der Cotswolds westlich von London. Offiziell bestätigt wurden Details zum neuen Wohnort und Alltag der Familie bislang nicht. Der Schulwechsel der Kinder fällt damit in eine Phase, in der sich die Familie erst wieder in ihrer früheren Heimat einrichtet.
Belastete Beziehungen innerhalb der Royals
Das Verhältnis des Paares zu anderen Mitgliedern der Königsfamilie gilt seit dem Abschied aus dem Kreis der engeren Royals Anfang 2020 als schwierig. Harry und Meghan hatten sich damals aus dem britischen Königshaus zurückgezogen und im US-Bundesstaat Kalifornien niedergelassen. Zwar kam es zuletzt zu einer gewissen Annäherung an König Charles III., doch die Beziehung zwischen Harry und seinem älteren Bruder Prinz William gilt weiterhin als stark belastet.
Debatte um offiziellen Personenschutz
Aktuelle Entwicklungen könnten die Lage erneut verschärfen. König Charles ließ kürzlich mitteilen, dass Harry und Meghan weiterhin keine "working royals" seien und damit keine offiziellen Aufgaben für das Königshaus übernehmen. Aus dem Umfeld des Paares heißt es, die beiden seien über das entsprechende Schreiben nicht rechtzeitig informiert worden und deshalb "ein bisschen überrascht" gewesen – eine Formulierung, die im britischen Sprachgebrauch als Hinweis auf deutlichen Unmut gilt.
Gremium berät über Polizeischutz
Die ungewöhnlich klare Erklärung des Palasts steht im Zusammenhang mit einem Treffen eines Gremiums, das über einen möglichen Anspruch des Paares auf polizeilichen Personenschutz beraten sollte. Dessen Ergebnis soll britischen Medien zufolge bald verkündet werden. Im Kern geht es um die Frage, ob nach der Rückkehr der Familie nach Großbritannien die öffentlichen Mittel erneut für ihren persönlichen Schutz eingesetzt werden sollen – und wie der Schutz der Kinder Archie und Lilibet dabei berücksichtigt wird.
Rückkehr in ein Land mit besonderer Sicherheitslage
Die Entscheidung von Prinz Harry und Herzogin Meghan, den Schulwechsel ihrer Kinder aus Sicherheitsgründen so früh im neuen Schuljahr vorzunehmen, verdeutlicht die besondere Lage der Familie im Vereinigten Königreich. Anders als viele andere Mitglieder der Königsfamilie verfügen Harry und Meghan seit ihrem Rückzug aus dem engeren Kreis der "working royals" nicht mehr automatisch über den gleichen staatlich organisierten Personenschutz. Die Sicherheitsfragen betreffen damit nicht nur öffentliche Auftritte, sondern zunehmend auch den Alltag der Kinder – inklusive Schulweg und Pendelstrecken zwischen Wohnort und Bildungseinrichtung.
Spannungsfeld zwischen Privatsphäre, öffentlichem Interesse und Kostenfrage
Die aktuelle Debatte über möglichen polizeilichen Personenschutz für Harry und Meghan knüpft an eine länger schwelende Auseinandersetzung an: Wie weit reicht die Verantwortung des Staates für den Schutz von Angehörigen der Königsfamilie, die offiziell keine Aufgaben mehr für die Krone wahrnehmen? Zugleich spielt die Frage eine Rolle, wie die Kosten für aufwendige Schutzmaßnahmen gegenüber den Interessen der Steuerzahler zu rechtfertigen sind. Der Fall zeigt, wie stark sich mediale Aufmerksamkeit, politische Abwägungen und das Bedürfnis nach Privatsphäre überlagern, sobald die Sicherheit von Kindern prominenter Personen berührt ist.
Folgen für das Familienleben und das Verhältnis zum Königshaus
Für die Kinder Archie und Lilibet bedeutet der erzwungene Schulwechsel nur kurz nach Beginn des Schuljahres einen zusätzlichen Einschnitt in einer ohnehin von Ortswechseln und öffentlichen Debatten geprägten Kindheit. Für Harry und Meghan könnte die Situation die ohnehin belasteten Beziehungen zum Königshaus weiter verkomplizieren, wenn die Entscheidungen über staatlichen Personenschutz nicht mit ihren Erwartungen zusammenfallen. Gleichzeitig zeigt der Vorgang, dass Sicherheitsfragen in der aktuellen Phase ihrer Rückkehr nach Großbritannien zu einem zentralen Thema werden, das über persönliche Sorgen hinaus politische und institutionelle Konsequenzen haben kann.
