Griechenland: Jetzt auch noch BrÀnde wegen Blitzen
19.08.2024 - 10:09:50Eine Unwetterfront ĂŒber dem Westen und Norden Griechenlands hat in den vergangenen 24 Stunden fĂŒr WaldbrĂ€nde gesorgt. Insgesamt seien 44 BrĂ€nde ausgebrochen, von denen mindestens zehn auf BlitzeinschlĂ€ge zurĂŒckzufĂŒhren seien, teilte BĂŒrgerschutz- und Klimakrisenminister Vassilis Kikilias auf der Plattform X mit. Die Situation sei extrem, bestĂ€tigen Experten. Sie machen den Klimawandel dafĂŒr verantwortlich.
Trockenheit liefert Treibstoff
Die KlimaverĂ€nderungen, die die Entstehung von BrĂ€nden bereits im FrĂŒhjahr oder spĂ€t im Herbst begĂŒnstigten, seien inzwischen dauerhafter Natur, schreibt die Tageszeitung «Kathimerini». Es gebe in Zeiten der Klimakrise neue Merkmale fĂŒr WaldbrĂ€nde, erklĂ€rte der Feuermeteorologe Thodoris Giannaros gegenĂŒber der Zeitung. «Erhöhte Temperaturen und anhaltende DĂŒrre erzeugen mehr Treibstoff fĂŒr die Flammen.» Dieser Treibstoff erzeuge höhere thermische Belastungen und einem schnelleren Ausbreiten von BrĂ€nden, so dass diese schwerer in den Griff zu kriegen seien.Â
Minister Kikilias warnte unterdessen in seinem Tweet vor weiteren BrĂ€nden durch BlitzeinschlĂ€ge. Die bisherigen Feuer waren unter Kontrolle gebracht worden. Die Blitze hĂ€tten jedoch oft in bergigen, unwegsamen Regionen zugeschlagen, was der Feuerwehr die Arbeit enorm erschwert hĂ€tte.Â
Die Unwetter sollen in Teilen des Landes laut Meteorologen noch mindestens bis Mittwoch anhalten. Die Brandgefahr wird vom BĂŒrgerschutzministerium aktuell fĂŒr gut die HĂ€lfte des Landes als «sehr hoch» eingeschĂ€tzt. Zu den betroffenen Regionen gehören unter anderem Teile der Halbinsel Peloponnes, die Region Attika rund um Athen und die beliebten Urlaubsdestinationen Kreta und Chalkidiki.Â







