Neuerliche Angriffe von BraunbÀren in der Slowakei
01.04.2024 - 13:07:32BraunbÀren haben am Wochenende in der Slowakei einen Pilzsucher und einen Wanderer angegriffen. Wie die Nachrichtenagentur TASR unter Berufung auf die staatliche Naturschutz-Organisation SOPSR berichtete, musste der Wanderer im Krankenhaus ambulant behandelt werden.
Beide VorfĂ€lle ereigneten sich in der am FuĂe des Tatra-Gebirges gelegenen Region Liptau (slowakisch Liptov). In derselben Region hatte Mitte MĂ€rz ein BĂ€r fĂŒnf Menschen innerhalb des Wohngebiets einer Kleinstadt verletzt. Er wurde mehr als eine Woche spĂ€ter aufgespĂŒrt und erschossen.
Der Wanderer war am spĂ€ten Sonntagnachmittag mit seiner Frau und seinem Hund auf einem Wanderweg nahe dem Dorf Pribylina unterwegs gewesen, als der BĂ€r ĂŒberraschend angriff und den Mann an den Beinen verletzte. Nach dem Zwischenfall flĂŒchtete das Paar in eine nahegelegene BerghĂŒtte und wartete dort auf das Eintreffen des zum SOPSR gehörenden «Einsatzteams BraunbĂ€r».
BĂ€r wurde angeschossen
Der Pilzsammler stieĂ am Samstag in einem Bergwald oberhalb des Dorfes Stranavy im dichten Unterholz auf einen BĂ€ren, der ihn daraufhin angriff. Der Mann schoss mit einer Pistole auf das Tier und verletzte es. Er selbst blieb unverletzt. Das auch in diesem Fall alarmierte «Einsatzteam BraunbĂ€r» befĂŒrchtete, der angeschossene BĂ€r könnte fĂŒr andere Menschen gefĂ€hrlich werden. Deshalb durchsuchte das Team gemeinsam mit JĂ€gern das Waldgebiet. Dabei griff der BĂ€r auch einen der JĂ€ger an. Als auch der einen Schuss abgab, flĂŒchtete das Tier in den dichten Wald, wo sich seine Spur verlor. Die Behörden veröffentlichten eine Aufforderung, das Waldgebiet zu meiden.
Nach offizieller ZĂ€hlung gibt es in der Slowakei rund 1100 bis 1200 frei lebende BĂ€ren. Zuletzt wurden Rufe lauter, ihre Zahl durch gezielte AbschĂŒsse zu reduzieren.





