Bangkok: Überschwemmungen legen Millionenstadt lahm
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 13:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWSStarkregen und Überschwemmungen haben die thailändische Hauptstadt Bangkok weitgehend lahmgelegt.
Alle Bezirke zum Katastrophengebiet erklärt
Innerhalb von 48 Stunden fielen rund 30 Zentimeter Regen. Alle 50 Bezirke des Großraums wurden zum Katastrophengebiet erklärt.
In vielen Teilen der Stadt kam der Straßenverkehr zum Erliegen. Behörden wandelten Tempel und Schulen in Notunterkünfte um.
Weitere Regenfälle erwartet
Bis einschließlich Sonntag wird mit weiteren starken Regenfällen gerechnet. Damit könnte sich die angespannte Lage in den überfluteten Stadtteilen weiter verschärfen.
Schulen bleiben geschlossen
Beschäftigte im öffentlichen Dienst wurden angewiesen, am Montag und Dienstag von zu Hause aus zu arbeiten. Auch die Schulen blieben geschlossen.
Eine Stadt mit hohem Hochwasserrisiko
Bangkok liegt in einer sehr flachen, tief gelegenen Ebene am Fluss Chao Phraya und ist deshalb besonders anfällig für Überschwemmungen. Die Stadt wächst zugleich stark, wodurch versiegelte Flächen zunehmen und Regenwasser schlechter versickern kann.
Die aktuelle Regenmenge von rund 30 Zentimetern innerhalb von 48 Stunden überfordert vielerorts die Entwässerung. Wenn Straßen, Kanäle und Pumpwerke die Wassermassen nicht schnell genug ableiten können, kommt es zunächst zu überfluteten Verkehrswegen und anschließend zu Einschränkungen bei Schulen, Behörden und Versorgung.
Weitere Regenfälle verschärfen die Lage
Die angekündigten Niederschläge bis einschließlich Sonntag erhöhen den Druck auf die Einsatzkräfte. Für die Bevölkerung bedeutet das vor allem längere Wege, Behinderungen im öffentlichen Verkehr und mögliche Ausfälle im Bildungs- und Verwaltungsbetrieb. Notunterkünfte in Tempeln und Schulen dienen zugleich als kurzfristige Anlaufstellen für Betroffene.
Das Ereignis zeigt die wachsende Bedeutung widerstandsfähiger Stadtplanung in tropischen Metropolen. Entscheidend sind leistungsfähige Abwassersysteme, freie Abflusswege, zuverlässige Warnungen und Schutzkonzepte für besonders gefährdete Viertel. Einzelne Starkregenfälle belegen für sich genommen keinen Klimatrend; sie machen jedoch sichtbar, wie empfindlich dicht besiedelte Städte auf extreme Niederschläge reagieren.
