Extrem-Smog in Thailand: Schulen geschlossen
22.01.2025 - 08:53:14 | dpa.de
Kratzender Hals, brennende Augen: Wer sich in diesen Tagen auf den StraĂen Bangkoks aufhĂ€lt, riskiert seine Gesundheit. Seit Jahresbeginn liegen die Feinstaubwerte in Thailands Hauptstadt und in vielen anderen Landesteilen regelmĂ€Ăig im roten und somit gefĂ€hrlichen Bereich. Der Bevölkerung wird geraten, sich hauptsĂ€chlich in InnenrĂ€umen aufzuhalten, im Freien Masken zu tragen, die Fenster geschlossen zu halten und Luftreiniger zu benutzen.
Die Stadtverwaltung ordnete am Morgen vorsorglich die SchlieĂung von mehr als 50 Schulen in der Millionenmetropole an. Das Schweizer Unternehmen IQAir schrieb, die PM2,5-Luftverschmutzung sei derzeit 13,3 Mal höher als der Richtwert der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Gesundheitliche Belastung hoch
PM steht fĂŒr Particulate Matter (Feinstaub) und wird in drei Kategorien eingeordnet, abhĂ€ngig von der GröĂe der Feinstaubpartikel. PM10 beschreibt demnach sichtbare, PM2,5 feine und PM1 ultrafeine Partikel. Deutschlands Umweltministerium zufolge ist PM2,5 fĂŒr einen GroĂteil der durch Feinstaub verursachten Krankheitslast verantwortlich.
Als Ursache des seit Jahren immer wieder heftigen Smogs gilt der starke Autoverkehr sowie die Verwendung fossiler Brennstoffe. AuĂerdem gibt es zahlreiche Fabriken rund um Bangkok.Â
Mehr als die HĂ€lfte aller Provinzen sind betroffen
Die Behörden hatten Fahrzeugbesitzer zuletzt aufgefordert, Luftfilter zu ersetzen und das Motoröl zu wechseln. Zudem setzen sich die Behörden fĂŒr die Arbeit von Zuhause ein, damit möglichst wenige Menschen ihre Fahrzeuge benutzen. Es wird erwartet, dass die gefĂ€hrlichen Werte noch bis mindestens Februar anhalten.
Auch viele andere Teile Thailands waren betroffen und meldeten eine dichte Smog-Glocke. Die LuftqualitÀt lag in 46 der 77 thailÀndischen Provinzen im roten Bereich. Nur in zehn Provinzen wurden mittlere bis gute Luftwerte gemessen, darunter auf den bei Touristen beliebten Inseln Phuket und Koh Samui.
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