Mehr als 130 Tote bei WaldbrÀnden in Chile
07.02.2024 - 10:30:36Bei den verheerenden WaldbrĂ€nden in Chile ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 131 gestiegen. Mindestens sieben davon seien MinderjĂ€hrige, teilte der StaatssekretĂ€r des Innenministeriums, Manuel Monsalve, am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Die Zahl der Opfer könne noch deutlich steigen, hatte es zuvor geheiĂen. Zuletzt waren noch Hunderte Menschen vermisst worden.
Im ganzen Land wurden am Dienstag 176 BrĂ€nde auf einer FlĂ€che von insgesamt knapp 29.000 Hektar registriert. Die Löscharbeiten am Boden und aus der Luft seien weiter im Gange, sagte Monsalve. Das gröĂte Feuer in der Region ValparaĂso, das auf einer FlĂ€che von etwa 3500 Hektar gebrannt hatte, sei nun eingedĂ€mmt und breite sich nicht weiter aus. Die Region westlich der Hauptstadt Santiago, wo nach Angaben der Regierung etwa 1,8 Millionen Menschen leben, ist am schwersten von den BrĂ€nden betroffen.
Suche nach Brandstiftern lÀuft
Bei einem Besuch im Katastrophengebiet am Dienstag sagte PrÀsident Gabriel Boric, es werde nach möglichen Brandstiftern gesucht. «An die Schurken, die diesen Schmerz und diesen Schaden verursachen: Wir werden euch erwischen», zitierte ihn die Zeitung «La Tercera». «Das ist nicht nur Brandstiftung, das ist Mord.»
In Chile, wo derzeit wie ĂŒberall auf der SĂŒdhalbkugel Sommer herrscht, kommt es immer wieder zu schweren WaldbrĂ€nden. Im vergangenen Jahr brannten im Zentrum und im SĂŒden Chiles mehr als 425.000 Hektar Land ab - das entspricht in etwa der achtfachen FlĂ€che des Bodensees. Mindestens 26 Menschen kamen ums Leben.





