EU-Index: Geschlechter-Gleichstellung geht nur langsam voran
10.12.2024 - 15:26:44Das BemĂŒhen um die Gleichstellung von MĂ€nnern und Frauen geht in der EU einem Bericht zufolge nur langsam voran. Demnach hat sich der Wert der EU-LĂ€nder beim Gleichstellungsindex des europĂ€ischen Instituts fĂŒr Gleichstellungsfragen (EIGE) um 0,8 auf 71 Punkte im Vergleich zum Vorjahr erhöht, wie das EIGE in Vilnius mitteilte.Â
Der Index ergibt sich den Angaben nach aus Daten aller 27 EU-Mitgliedstaaten aus den Bereichen Arbeit, Geld, Wissen, Zeit, Macht und Gesundheit. Er wird durch die Kombination von insgesamt 31 Kennzahlen aus den sechs Bereichen berechnet.
Mit 72 Punkten liegt Deutschland einen Punkt ĂŒber dem EU-Schnitt und damit auf dem zehnten Platz. Den schlechtesten Wert erreichte RumĂ€nien, Schweden schneidet mit 82 Punkten am besten ab.
Gleichberechtigte EU «in weiter Ferne»
Das EIGE-Institut warnt davor, sich «angesichts der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten» mit dem Ergebnis zufriedenzustellen. Jeder «mĂŒhsam errungene Erfolg» sei fragil. Eine gleichberechtigte EU bleibe nach wie vor «in weiter Ferne und ungewiss, solange die Mitgliedstaaten geschlechtsspezifischen Fragen im Rahmen der sich wandelnden politischen und wirtschaftlichen Agenden keine PrioritĂ€t einrĂ€umen».
Nach wie vor wĂŒrden Frauen etwa den GroĂteil der unbezahlten Betreuungsaufgaben ĂŒbernehmen. Im Bereich Arbeit stagnieren die Fortschritte den Angaben nach, besonders bei Paaren mit Kindern sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede am gröĂten. Der Haupttreiber fĂŒr positive VerĂ€nderungen sei der Bereich Macht, «was die Verbesserung der Gleichstellung der Geschlechter in Entscheidungsprozessen widerspiegelt».


