GroĂbrand im Hamburger Hafen - Löscharbeiten dauern an
26.08.2025 - 04:45:41Bei einem verheerenden GroĂbrand in einer Lagerhalle im Hamburger Hafen ist ein Mensch lebensbedrohlich und eine weitere Person schwer verletzt worden. Die Lösch- und AufrĂ€umarbeiten mit zahlreichen explodierten GasdruckbehĂ€ltern dauerten in der Nacht weiter an, wie die Feuerwehr Hamburg mitteilte. Demnach waren nachts noch 320 EinsatzkrĂ€fte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes vor Ort. Bis die letzten Glutnester gelöscht seien, könne es noch Tage dauern, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die RettungskrĂ€fte waren bereits am Abend von einem noch langen Einsatz im Stadtteil Veddel sĂŒdöstlich der Innenstadt ausgegangen. Auch EinsatzkrĂ€fte wurden verletzt.
TrĂŒmmerteile flogen auch auf EinsatzfahrzeugeÂ
Das Feuer war am Nachmittag ausgebrochen, konnte aber wegen der Explosionen und herumfliegenden TrĂŒmmerteile zunĂ€chst nicht gelöscht werden. Auch Einsatzfahrzeuge seien getroffen worden, sagte Feuerwehrsprecher Lorenz Hartmann am Montag. Die EinsatzkrĂ€fte hĂ€tten sich mehrere Hundert Meter zurĂŒckziehen mĂŒssen.Â
Um EinsatzkrÀfte nicht zu gefÀhrden, schickte die Polizei gepanzerte Wasserwerfer an den Einsatzort, um beim Löschen zu helfen. Auch leistungsstarke Spezialfahrzeuge der Flughafenfeuerwehr kamen zum Einsatz. Zwei EinsatzkrÀfte wurden nach Angaben eines Sprechers vermutlich leicht verletzt.
Ursache war Feuer in Fahrzeug
Brandursache war ein Feuer in einem in der Lagerhalle abgestellten Fahrzeug. Die Flammen griffen auf die Halle ĂŒber, mehrere mutmaĂlich mit Lachgas gefĂŒllte DruckgasbehĂ€lter explodierten. Durch herumfliegende, brennenden Teile fingen IndustrieflĂ€chen in der NĂ€he sowie angrenzende NachbargebĂ€ude und FreiflĂ€chen ebenfalls Feuer. Das Dach der Lagerhalle war bereits vor Mitternacht durch den Vollbrand des GebĂ€udes eingestĂŒrzt. In den frĂŒhen Morgenstunden sollte ein Teil des betroffenen GebĂ€udes abgerissen werden, um gezielter löschen zu können.
Die stark frequentierte A1 in unmittelbarer NĂ€he des Brandorts wurde ebenfalls von brennenden TrĂŒmmerteilen getroffen. Ein Mensch sei dabei verletzt worden, teilweise sei die Böschung in Brand geraten. Die Autobahn wurde deshalb stellenweise komplett gesperrt. Der Verkehr stockte daraufhin auf bis zu zwölf Kilometern LĂ€nge.Â
Mehrere Verletzte
Neben den EinsatzkrĂ€ften wurden den Angaben nach drei weitere Menschen verletzt, einer davon lebensbedrohlich und einer schwer. Im Gefahrenbereich konnten laut Feuerwehr 25 Personen in Sicherheit gebracht werden. Acht von ihnen waren auf einem Parkplatz eingeschlossen und konnten nur mit einem Boot ĂŒber Wasser weggebracht werden.Â
Wegen starker Rauchausbreitung Richtung SĂŒd-Osten wurden Anwohner ĂŒber Warnapps und Soziale Medien gewarnt. Sie sollten Fenster und TĂŒren geschlossen halten.
Einige KanÀle gesperrt
Die Seeschifffahrt wurde durch das Feuer nicht beeintrĂ€chtigt, wohl aber die Binnen- und Hafenschifffahrt. Nach Angaben der Hafenverwaltung HPA wurden fĂŒr die Bereiche Norderelbe, Spreekanal und Peutekanal Sperren eingerichtet. Auch der Hamburger Kupferhersteller Aurubis sperrte einen Teil seines groĂen WerksgelĂ€ndes, das an den Brand grenzte, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Die Werksfeuerwehr des Unternehmens habe die Löscharbeiten unterstĂŒtzt.


