Vier MĂ€nner wegen Diebstahls von Kelten-Gold vor Gericht
21.01.2025 - 10:51:40Wegen des spektakulĂ€ren Golddiebstahls aus einem Museum im Raum Ingolstadt stehen vier MĂ€nner aus Norddeutschland vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft betrachtet die Angeklagten als eine Einbrecherbande, die im November 2022 den 2.100 Jahre alten Goldschatz aus dem Kelten Römer Museum in Manching gestohlen habe. Der gröĂte Teil der Beute, eine Sammlung mit etwa 500 keltischen MĂŒnzen und einem Goldklumpen, ist noch immer verschwunden.
ArchĂ€ologen hatten die kostbare Sammlung 1999 bei Manching in Oberbayern entdeckt. Es handelte sich um den gröĂten keltischen Goldfund des 20. Jahrhunderts.
Historische MĂŒnzen teils eingeschmolzen
Die Staatsanwaltschaft hatte im vergangenen Sommer die TatverdĂ€chtigen, drei MĂ€nner aus dem Raum Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) und ein VerdĂ€chtiger aus Berlin, wegen schweren Bandendiebstahls angeklagt. Die heute zwischen 43 und 52 Jahre alten Beschuldigten waren bereits im Juli 2023 festgenommen worden, seitdem sitzen sie in Untersuchungshaft. ZunĂ€chst hatten sie zu den VorwĂŒrfen geschwiegen.
Der Berliner hatte bei seiner Festnahme 18 Goldklumpen dabei, bei denen es sich nach den Ermittlungen um einige eingeschmolzene MĂŒnzen aus dem Manchinger Goldschatz handelt. Insgesamt werden den MĂ€nnern etwa 30 EinbrĂŒche vorgeworfen.
Einbruch dauerte nur neun Minuten
Im Fall von Manching sollen sie das Telekommunikationsnetz des Ortes zerstört haben, um die Alarmanlage des Museums lahmzulegen. Danach sollen sie in das archĂ€ologische Museum eingebrochen sein und binnen neun Minuten die Vitrine mit den MĂŒnzen aufgebrochen und geleert haben. Im Umfeld des Museums stellte die Polizei spĂ€ter Einbruchswerkzeug sicher, eine DNA-Spur brachte die Verbindung zu den anderen Taten.
FĂŒr den Prozess sind bislang 31 Verhandlungstage geplant. Experten hoffen, dass er Hinweise auf den fehlenden Teil der Beute bringt. Ein Urteil könnte es im Juni geben.









