NeuseelÀnderin, Kleinkind

NeuseelÀnderin packt Kleinkind in Koffer - lebend entdeckt

04.08.2025 - 05:14:04

Bei einem Zwischenstopp entdeckt ein Busfahrer in Neuseeland eine ZweijĂ€hrige im GepĂ€ckraum – eingepfercht in einen Koffer. Die Mutter des Kleinkindes muss nun vor Gericht.

In Neuseeland hat eine Frau ihre zweijĂ€hrige Tochter in einen Koffer gepackt und im GepĂ€ckraum eines Reisebusses verstaut. Das Kleinkind wurde wĂ€hrend der Fahrt von Whangarei nach Auckland bei einem planmĂ€ĂŸigen Halt in der Stadt Kaiwaka lebend entdeckt – stark ĂŒberhitzt, aber Ă€ußerlich unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Das MĂ€dchen wurde zu einer Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, wo es zunĂ€chst bleiben sollte.

Entdeckt wurde es am Sonntag nur zufĂ€llig, nachdem ein Fahrgast um Zugang zum GepĂ€ckraum gebeten hatte. Der Busfahrer bemerkte dabei, dass sich ein GepĂ€ckstĂŒck bewegte. Als er es öffnete, fand er darin das Kind. Die beiden StĂ€dte liegen rund 160 Kilometer voneinander entfernt. Die Fahrt dauert normalerweise etwa zweieinhalb Stunden.

Mutter muss vor Gericht

Die Polizei nahm die 27 Jahre alte Mutter fest. Gegen sie wurde Anklage wegen Misshandlung beziehungsweise VernachlÀssigung eines Kindes erhoben, wie die Behörden mitteilten. Sie sollte noch am Montag vor Gericht erscheinen. 

Die Zeitung «New Zealand Herald» zitierte aus Gerichtsdokumenten, in denen es hieß, das Verhalten der Frau habe viele negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Kleinkindes nach sich ziehen können, «darunter Erstickung, Kohlenmonoxidvergiftung, Hitzeerschöpfung und psychisches Trauma». Die mutmaßliche Tat stelle eine «erhebliche Abweichung» von der Sorgfaltspflicht dar, die von einer vernĂŒnftigen Person erwartet werde.

«Wir möchten dem Busfahrer unsere Anerkennung und unser Lob aussprechen, weil er sofort Maßnahmen ergriff, als er bemerkte, dass etwas nicht stimmte - und dadurch womöglich weitaus Schlimmeres verhindert werden konnte», wurde der örtliche Polizeisprecher Simon Harrison zitiert.

@ dpa.de