Rettung von italienischer Höhlenforscherin kommt voran
17.12.2024 - 09:24:33Bei der groĂangelegten Rettungsaktion fĂŒr eine verunglĂŒckte italienische Höhlenforscherin ist es den EinsatzkrĂ€ften gelungen, die Frau aus dem bisher unerforschten Teil der Höhle zu bergen. Die RettungskrĂ€fte konnten mit ihr in den bekannten Teil der Höhle Abisso Bueno Fonteno nahe der norditalienischen Stadt Bergamo vorstoĂen, wie die Bergrettung mitteilte.
Doch auch der bereits erforschte Teil der Höhle weist nach Angaben der Bergrettung enge GĂ€nge auf, was die Fortbewegung erschwert. Als NĂ€chstes mĂŒsse nun zunĂ€chst der Hauptzweig erreicht werden.
Die Rettungsmission gestaltet sich Ă€uĂerst schwierig. Die riesige Höhle am Nordufer des Iseo-Sees wurde erst 2006 entdeckt. Dabei handelt es sich um ein enormes Labyrinth an unterirdischen GĂ€ngen, WasserfĂ€llen und Seen mit einer GesamtlĂ€nge von 50 Kilometern. Nicht einmal die HĂ€lfte ist erforscht.
Rettungseinsatz dauert noch bis zu 48 Stunden
Am Samstag war die 32 Jahre alte Forscherin mit mehreren Begleitern in der Höhle unterwegs, um den bislang unbekannten Teil zu erforschen. Beim Abstieg in einen engen Tunnel verlor sie den Halt und rutschte in die Tiefe. Dabei zog sie sich nach Angaben der Rettungsdienste mehrere KnochenbrĂŒche und auch Verletzungen im Gesicht zu. Ihr Zustand sei jedoch derzeit stabil, so die Retter.
Nach SchĂ€tzungen der Bergrettung wird es noch 36 bis 48 Stunden dauern, bis die EinsatzkrĂ€fte mit der jungen Frau den Ausgang der Höhle erreichen. Der Einsatz wird dadurch erschwert, dass die Frau auf einer Trage durch die engen GĂ€nge transportiert werden muss. Alle anderthalb Stunden mĂŒssten die Retter pausieren, um die Frau medizinisch zu versorgen, hieĂ es in einer Mitteilung.
Arzt: Frau will Höhlenforschung aufgeben
In derselben Höhle war die Frau bereits im Juli 2023 eingeschlossen. Damals konnte sie nach zwei Tagen gerettet werden. Der an der derzeitigen Rettung beteiligte Arzt, Rino Bregani, sagte der Nachrichtenagentur Ansa: «Sie spricht sehr wenig, aber sie sagt, dass sie nie wieder in eine Höhle gehen wird.»


