Mehr Straftaten gegen Bahn-Mitarbeiter und Bundespolizisten
14.01.2025 - 04:30:39Mitarbeiter der Deutschen Bahn und Beamte der Bundespolizei sind 2024 hĂ€ufiger Ziel von Straftaten gewesen als in den Jahren zuvor. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine schriftliche Frage der BSW-Vorsitzenden Sahra Wagenknecht hervor.Â
Danach wurden bis Ende November vergangenen Jahres insgesamt 2.824 Straftaten zum Nachteil von BeschĂ€ftigten der Deutschen Bahn und externer Dienstleister registriert. Zwischen 2021 und 2023 waren es im Gesamtjahr jeweils etwa 2.650 Straftaten gewesen, bei denen Bahn-Mitarbeiter GeschĂ€digte waren. Beleidigungen werden in dieser Statistik nicht aufgefĂŒhrt, sondern unter anderem Körperverletzung, Bedrohung und Diebstahl.
Volle Bahnen und GedrÀnge auf den Bahnhöfen wÀhrend der EM
Dabei ist allerdings zu bedenken, dass durch die FuĂball-Europameisterschaft im vergangenen Sommer einige Wochen lang besonders viele Menschen mit der Bahn unterwegs waren. Auch fĂŒr die Bundespolizei bedeutete die Heim-EM zusĂ€tzliche Arbeit.
In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres wurden 9.705 Straftaten begangen, bei denen Bundespolizistinnen und Bundespolizisten als GeschĂ€digte in der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei auftauchen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2023 waren 9.641 Beamte der Bundespolizei von Straftaten betroffen. Schon damals war ein Anstieg gegenĂŒber den Vorjahren - 6.889 GeschĂ€digte im Jahr 2021 und 8.126 betroffene Bundespolizisten im Jahr 2022 - zu verzeichnen. Die hĂ€ufigsten StraftatbestĂ€nde waren jeweils Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und tĂ€tlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, gefolgt von Körperverletzung und Bedrohung.Â
«Polizisten dĂŒrfen nicht die PrĂŒgelknaben der Nation sein», sagt Wagenknecht, die VersĂ€umnisse bei Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sieht. Polizisten verdienten genauso wie RettungskrĂ€fte und Bahnmitarbeiter Respekt und Anerkennung fĂŒr ihre Arbeit.





