WaldbrÀnde, USA

WaldbrÀnde in den USA: Tausende auf der Flucht

19.06.2024 - 07:55:08

Bis zu 30 Meter hohe Flammen, ein Todesfall, Hunderte GebĂ€ude beschĂ€digt: Im SĂŒdwesten der USA breiten sich gefĂ€hrliche WaldbrĂ€nde aus.

Bei WaldbrĂ€nden im Bundesstaat New Mexico im SĂŒdwesten der USA ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Etwa 7000 Einwohner hĂ€tten ihre HĂ€user verlassen mĂŒssen, um sich in Sicherheit zu bringen, berichteten örtliche Medien am Dienstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf den Katastrophenschutz und die Feuerwehr. Diese habe die BrĂ€nde bislang nicht unter Kontrolle bringen können.

Die Flammen hĂ€tten in der Umgebung des auch bei Touristen beliebten Bergdorfs Ruidoso rund 500 GebĂ€ude beschĂ€digt oder zerstört, sagte Gouverneurin Michelle Lujan Grisham. Sie erklĂ€rte fĂŒr den betroffenen Bezirk Lincoln und das benachbarte Reservat des indigenen Stammes der Mescalero Apache den Notstand. So können zusĂ€tzliche Mittel und Personal fĂŒr den Kampf gegen die Feuer bewilligt werden. Zudem mobilisierte die Gouverneurin die Nationalgarde, um bei der Evakuierung zu helfen.

BrÀnde haben sich explosionsartig ausgebreitet

Auf dem Gebiet des Reservats seien am Montag aus bislang ungeklĂ€rter Ursache zwei BrĂ€nde ausgebrochen, das «South Fork Fire» und das «Salt Fire», hieß es in den Berichten. Beide seien bei Ruidoso aufeinandergetroffen. Eine FlĂ€che von etwa 80 Quadratkilometern sei bislang zerstört worden. Angesichts starken Windes und Trockenheit hĂ€tten sich die BrĂ€nde explosionsartig ausgebreitet. Medien berichteten von bis zu 30 Meter hohen Flammen.

Derzeit wĂŒten in den USA nach Angaben der Behörden 29 grĂ¶ĂŸere WaldbrĂ€nde, 10 davon im WestkĂŒstenstaat Kalifornien. So war im Bezirk Los Angeles und im westlich angrenzenden Ventura County eine FlĂ€che von mehr als 63 Quadratkilometern betroffen. Ein Teil dieses Brandes konnte inzwischen eingedĂ€mmt werden.

Experten fĂŒhren die HĂ€ufung von Naturkatastrophen in den USA - StĂŒrme, Überflutungen und WaldbrĂ€nde - auch auf die Folgen des Klimawandels zurĂŒck.

@ dpa.de