Block-Prozess in Hamburg: 15 neue Termine bis Februar 2027
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 13:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWSGericht plant weitere Verhandlungstage
- Das Landgericht Hamburg setzte 15 zusÀtzliche Termine bis zum 24. Februar 2027 an.
- Der Prozess begann im Juli 2025 und erreichte bereits 84 Verhandlungstage.
- Am 6. November soll die Hauptverhandlung mit weiteren Angeklagten fortgesetzt werden.
Hamburger Landgericht verlÀngert Block-Prozess
Im Prozess um die EntfĂŒhrung zweier Kinder von Christina Block hat das Landgericht Hamburg 15 weitere Verhandlungstermine bis zum 24. Februar 2027 angesetzt. Der seit Juli 2025 laufende Prozess hat bereits 84 Verhandlungstage umfasst.
PlÀdoyers lassen weiter auf sich warten
Bislang waren Verhandlungstage nur bis zum 18. Dezember vorgesehen. Der Prozess war bereits mehrfach verlÀngert worden, weil neue Entwicklungen den Beginn der PlÀdoyers verzögerten.
Die 53-jĂ€hrige Unternehmerin ist angeklagt, nach einem erbitterten Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma mit der EntfĂŒhrung ihrer beiden jĂŒngsten Kinder vom Wohnort des Vaters in SĂŒddĂ€nemark nach Deutschland beauftragt zu haben. Block bestreitet die VorwĂŒrfe.
Sieben Angeklagte im Verfahren
Mitangeklagt sind sechs weitere Personen, darunter Blocks LebensgefĂ€hrte Gerhard Delling. Der frĂŒhere Sportmoderator bestreitet ebenfalls, etwas Unrechtes getan zu haben. Der nĂ€chste Verhandlungstag ist fĂŒr den 6. November angesetzt.
Gericht prĂŒft Tonaufnahmen und umfangreiche AntrĂ€ge
Parallel lĂ€uft ein Beschwerdeverfahren zur Sicherstellung von Tonaufnahmen mit der Familie des Vaters in DĂ€nemark fĂŒr den Podcast âZeit Verbrechen: House of Blockâ bei einer Journalistin der âZeitâ. Davon hĂ€ngt ab, ob das Landgericht die am 12. Oktober sichergestellten Aufnahmen auswerten darf.
Kurz vor Ablauf einer fĂŒr den 28. Oktober gesetzten Frist gingen zudem 860 Seiten an AntrĂ€gen beim Landgericht ein. Ăber diese AntrĂ€ge muss die Kammer noch entscheiden.
Der Prozess gegen Christina Block und sechs weitere Angeklagte gehört zu den aufwendigeren Strafverfahren am Landgericht Hamburg. Seit dem Auftakt im Juli 2025 hat die Kammer bereits 84 Verhandlungstage durchgefĂŒhrt; die erneute VerlĂ€ngerung zeigt, dass die Beweisaufnahme und die Bearbeitung von VerteidigungsantrĂ€gen deutlich mehr Zeit beanspruchen als zunĂ€chst geplant.
Im Mittelpunkt stehen der Sorgerechtskonflikt zwischen Block und dem Vater ihrer beiden jĂŒngsten Kinder sowie die behauptete Verschleppung der Kinder aus SĂŒddĂ€nemark nach Deutschland. Block weist die VorwĂŒrfe zurĂŒck. Auch ihr LebensgefĂ€hrte Gerhard Delling bestreitet, sich strafbar gemacht zu haben. FĂŒr die Ăffentlichkeit ist der Fall zudem wegen der grenzĂŒberschreitenden Dimension und der Beteiligung einer israelischen Sicherheitsfirma von besonderem Interesse.
Beweise und AntrÀge verzögern den Abschluss
ZusĂ€tzliche Bedeutung hat das Beschwerdeverfahren um Tonaufnahmen aus dem Umfeld des Vaters. Davon hĂ€ngt ab, ob die sichergestellten Aufnahmen fĂŒr den Podcast âZeit Verbrechen: House of Blockâ ausgewertet werden dĂŒrfen. Daneben muss das Gericht ĂŒber 860 Seiten an AntrĂ€gen entscheiden. Der nĂ€chste Termin am 6. November markiert damit den Fortgang eines Verfahrens, dessen Abschluss nun erst im Februar 2027 eingeplant ist.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
stern: âNeue Termine: Hamburger Block-Prozess wird bis Februar verlĂ€ngertâ (03.11.2026)
Der Artikel bestÀtige die Ansetzung von 15 weiteren Verhandlungsterminen bis zum 24. Februar 2027. Im Mittelpunkt stehe die VerlÀngerung des Prozesses und damit die absehbare Verschiebung des Verfahrensabschlusses.
stern: âChristina Block vor Gericht: Der unendliche Prozess?â (03.11.2026)
Der Beitrag ordne die neuen Termine als Zeichen eines besonders langwierigen Verfahrens ein. Er bestÀtige die Zahl der zusÀtzlichen Verhandlungstage, setze aber einen stÀrker einordnenden Schwerpunkt auf die ungewöhnliche Dauer des Prozesses.
Beide BeitrĂ€ge stimmten bei den neuen Terminen und dem geplanten Enddatum ĂŒberein. Unterschiede ergĂ€ben sich vor allem beim Schwerpunkt: WĂ€hrend ein Artikel die VerlĂ€ngerung knapp melde, stelle der andere die auĂergewöhnliche Verfahrensdauer stĂ€rker heraus.
