Block-Prozess in Hamburg dauert bis Februar 2027
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 09:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas Verfahren erreicht den 85. Verhandlungstag
- Das Landgericht Hamburg hat 15 weitere Termine bis zum 24. Februar 2027 angesetzt.
- Bislang waren Verhandlungstage nur bis zum 18. Dezember vorgesehen.
- Der nĂ€chste Prozesstag ist fĂŒr den 6. November angesetzt.
Block-Prozess in Hamburg dauert bis Februar 2027
Der Prozess um die EntfĂŒhrung zweier Block-Kinder vor dem Landgericht Hamburg wird bis zum 24. Februar 2027 fortgesetzt. Das Gericht setzte 15 neue Verhandlungstermine an, nachdem bislang nur Termine bis zum 18. Dezember vorgesehen waren.
84 Verhandlungstage bereits absolviert
Das Verfahren lÀuft seit Juli 2025 und wurde bereits mehrfach verlÀngert. Neue Entwicklungen und weitere BeweisantrÀge verzögerten den Beginn der PlÀdoyers.
Der nĂ€chste Verhandlungstag ist fĂŒr den 6. November angesetzt. Bislang gab es 84 Verhandlungstage.
Christina Block bestreitet die VorwĂŒrfe
Die Hamburger Unternehmerin Christina Block ist angeklagt, nach einem erbitterten Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma mit der EntfĂŒhrung ihrer beiden jĂŒngsten Kinder vom Wohnort des Vaters in SĂŒddĂ€nemark nach Deutschland beauftragt zu haben. Block bestreitet die VorwĂŒrfe.
Mitangeklagt sind sechs weitere Personen, darunter Blocks LebensgefĂ€hrte Gerhard Delling. Auch der frĂŒhere Sportmoderator weist zurĂŒck, etwas Unrechtes getan zu haben.
Verteidigung und Staatsanwaltschaft streiten ĂŒber AntrĂ€ge
Im jĂŒngsten Verfahrensabschnitt wurden zahlreiche neue BeweisantrĂ€ge erörtert. Dabei ging es unter anderem um Geodaten von Blocks Mobiltelefon und eine Sprachnachricht, die aus Sicht der Verteidigung entlastende Bedeutung haben könnten.
Die Staatsanwaltschaft kritisierte die AntrĂ€ge als Verzögerung des Prozesses. Die Verteidigung wies diesen Vorwurf zurĂŒck und verwies auf die Bedeutung der AntrĂ€ge fĂŒr die Wahrheitsfindung.
Der Prozess vor dem Landgericht Hamburg gehört zu den aufwendigsten familienrechtlich geprĂ€gten Strafverfahren der vergangenen Jahre. Im Mittelpunkt steht ein eskalierter Sorgerechtskonflikt, der in der Silvesternacht 2023 in der Verbringung zweier Kinder von DĂ€nemark nach Deutschland mĂŒndete. Die Anklage richtet sich gegen Christina Block und sechs weitere Beschuldigte; mehrere Angeklagte weisen die VorwĂŒrfe zurĂŒck.
Die VerlĂ€ngerung bis zum 24. Februar 2027 zeigt, dass der ursprĂŒnglich erwartete Abschluss im Dezember nicht gehalten werden kann. Nach 84 Verhandlungstagen stehen weiterhin BeweisantrĂ€ge, deren PrĂŒfung und die Entscheidung ĂŒber ihre Erheblichkeit im Raum. Damit verschiebt sich auch der Zeitpunkt der PlĂ€doyers und eines möglichen Urteils.
Neue BeweisantrÀge im Mittelpunkt
Im jĂŒngsten Verfahrensabschnitt ging es unter anderem um umfangreiche AntrĂ€ge der Verteidigung. Nach Angaben aus dem Gericht wurden dabei auch Handy-Geodaten und eine Sprachnachricht als mögliche entlastende Beweismittel thematisiert. Die Staatsanwaltschaft wertete die Vielzahl der AntrĂ€ge als Verzögerung, wĂ€hrend die Verteidigung ihre Bedeutung fĂŒr die Wahrheitsfindung betonte.
FĂŒr die Betroffenen bedeutet die weitere VerlĂ€ngerung eine zusĂ€tzliche Belastung. Die Kinder, ihre Eltern und die Angeklagten bleiben bis zu einer rechtskrĂ€ftigen Entscheidung im Mittelpunkt eines langwierigen Verfahrens. Der nĂ€chste angesetzte Verhandlungstag ist der 6. November.
stern: â84. Verhandlungstag: Schlagabtausch zu neuen BeweisantrĂ€gen im Block-Prozessâ (02.11.2026)
Der Artikel schildert den Streit zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft ĂŒber umfangreiche neue BeweisantrĂ€ge. Er bestĂ€tigt, dass eine VerlĂ€ngerung bis Februar bereits im Raum stand, setzt seinen Schwerpunkt jedoch auf den Umfang der AntrĂ€ge und die unterschiedlichen Bewertungen ihrer Bedeutung.
