Historisches, TV-Ausblick

Y-History: 100 Jahre auf Koks ab 9.2. in der ARD Mediathek und am 10.2. im Ersten

04.02.2026 - 11:04:59

Bremen - "Kokain ist ein Lifestyle - jeder macht das." Mit diesen SĂ€tzen beginnt ein Abend einer jungen Partygruppe, die "Y-History: 100 Jahre auf Koks" bei ihrem Kokainkonsum begleitet. Der Film fragt, wie Kokain in der Mitte der Gesellschaft ankommen konnte - und warum der Konsum heute fĂŒr viele nicht mehr als Ausnahme, sondern als NormalitĂ€t gilt. Y-History-Reporterin Carolin von der Groeben trifft Konsumierende, einen ehemaligen Kokstaxi-Fahrer und einen Menschen, der durch Kokain alles verloren hat - und fragt, wie Kokain zur Volksdroge werden konnte. Die Reportage erzĂ€hlt 100 Jahre Kokain in Deutschland: von den Exzessen der Weimarer Republik ĂŒber die Rock-'n'-Roll-Jahre mit Udo Lindenbergs Bassisten Steffi Stephan bis zur heutigen Koksschwemme.

"Y-History: 100 Jahre auf Koks" ist ab 9. Februar 2026 in der ARD Mediathek verfĂŒgbar und am 10. Februar 2026, 23:35 Uhr im Ersten zu sehen.

"Y-History: 100 Jahre auf Koks"

Koks gehört heute fĂŒr einige selbstverstĂ€ndlich zum Feiern dazu. In Clubs, auf Hauspartys, bei Afterhours: Der Konsum findet offen statt, oft beilĂ€ufig, fast routiniert. Carolin von der Groeben erlebt aus nĂ€chster NĂ€he, wie sehr Kokain Teil des Ausgehrituals geworden ist - als Stimmungsbooster, als Leistungsversprechen, als scheinbar kontrollierter Genuss.

Diese Normalisierung erlebt die Y-History-Reporterin auch in ihrem eigenen Umfeld. In Berlin sind Kokstaxis allgegenwĂ€rtig und Apps, ĂŒber die sich Kokain scheinbar mĂŒhelos bestellen lĂ€sst, weit verbreitet. Doch warum ist ausgerechnet Kokain zu solch einer populĂ€ren Droge in Deutschland geworden? Und was sagt dieser Boom ĂŒber den Zustand der Gesellschaft aus?

Der Film erzĂ€hlt die Geschichte von 100 Jahren Kokain in Deutschland - von den Exzessen der Weimarer Republik bis zur Gegenwart. Ein zentrales Kapitel spielt im deutschen Rock-'n'-Roll-Mythos: Carolin von der Groeben trifft Steffi Stephan, Bassist im Panikorchester und seit ĂŒber sechs Jahrzehnten eng mit Udo Lindenberg verbunden. Stephan spricht ungewöhnlich offen ĂŒber den Kokainkonsum im Band- und Tourleben der 1970er- und 1980er-Jahre - vor und nach Auftritten, auf Tour, im Tourbus. Eine bislang unveröffentlichte Tonaufnahme aus den 1980ern dokumentiert diese Zeit: Man hört, wie Lines von Kokain gelegt werden, wie die Stimmung kippt. Stephan sagt rĂŒckblickend, er habe damals "das ganze Kokain fĂŒr sich alleine weggezogen".

Heute blickt er ohne VerklĂ€rung auf diese Jahre zurĂŒck. Kokain habe ihm nichts gebracht, sagt Stephan - und er ist ĂŒberzeugt: HĂ€tte er nicht rechtzeitig aufgehört, hĂ€tte er es nicht ĂŒberlebt. Viele andere hĂ€tten diese Zeit nicht ĂŒberstanden.

Neben jungen Konsumierenden spricht Carolin von der Groeben mit einem ehemaligen Kokstaxi-Fahrer, der jahrelang kleine Mengen an ganz unterschiedliche Kundschaft geliefert hat. Ein ehemaliger Drogenschmuggler schildert, wie sich Handel, Nachfrage und Strukturen ĂŒber Jahrzehnte verĂ€ndert haben.

Neben den Einblicken in Konsum, Handel und Geschichte begleitet der "Y-History: 100 Jahre auf Koks" auch einen Menschen, der durch Kokain alles verloren hat. Er erzĂ€hlt, wie aus gelegentlichem Konsum eine AbhĂ€ngigkeit wurde - und wie Kokain Schritt fĂŒr Schritt Beziehungen, Arbeit und Selbstkontrolle zerstörte. Seine Geschichte macht deutlich wie sehr Kokain psychisch abhĂ€ngig macht. Der Preis fĂŒr den Rausch ist hoch - und wird oft erst sichtbar, wenn es zu spĂ€t ist.

"Y-History: 100 Jahre auf Koks" (Autorin: Carolin von der Groeben) ist eine Labo-M-Produktion im Auftrag von Radio Bremen (Redaktion: Nino Seidel) fĂŒr die ARD Mediathek 2026.

Der Pressefile des Films ist im VorfĂŒhrraum Presseservice Das Erste, die Pressefotos sind bei ARD Foto verfĂŒgbar (Akkreditierungen nötig).

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