Busunfall A96, Igling

Busunfall auf A96: Zweites Todesopfer identifiziert

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 11:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach dem schweren Busunglück auf der A96 bei Igling ist auch das zweite Todesopfer identifiziert. Die 27-Jährige lebte in Italien und gehörte zu einer Reisegruppe auf dem Weg zum Münchner Oktoberfest.

  • Zahlreiche Einsatzkräfte kümmerten sich nach dem Unfall um die Verletzten. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Zahlreiche Einsatzkräfte kümmerten sich nach dem Unfall um die Verletzten. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Die Autobahn musste stundenlang gesperrt werden. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Die Autobahn musste stundenlang gesperrt werden. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Zahlreiche Einsatzkräfte kümmerten sich nach dem Unfall um die Verletzten. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Zahlreiche Einsatzkräfte kümmerten sich nach dem Unfall um die Verletzten. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Zahlreiche Einsatzkräfte kümmerten sich nach dem Unfall um die Verletzten. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Die Autobahn musste stundenlang gesperrt werden. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Zahlreiche Einsatzkräfte kümmerten sich nach dem Unfall um die Verletzten. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nach dem schweren Busunglück mit zwei Toten und 30 Verletzten auf der A96 bei Igling ist das zweite Todesopfer identifiziert worden.

Zweites Opfer identifiziert

Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine 27 Jahre alte philippinische Staatsangehörige, die in Italien lebte. Das andere Todesopfer, ein 38 Jahre alter Mann, war bereits zuvor identifiziert worden.

Keiner der Schwerverletzten schwebte einen Tag nach dem Unglück noch in Lebensgefahr. Insgesamt wurden 17 Insassen schwer und 13 leicht verletzt.

Bus kam ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge von der Fahrbahn ab

Der Unfall ereignete sich am Sonntagmorgen kurz vor 6.00 Uhr zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Landsberg-West. Der Reisebus kam bei Igling im Landkreis Landsberg ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge von der Fahrbahn ab und kippte um.

An Bord war eine 33-köpfige Reisegruppe aus Italien, die von Mailand zum Münchner Oktoberfest unterwegs war. Die Passagiere waren philippinische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Italien; außerdem befanden sich zwei italienische Busfahrer im Fahrzeug.

Gutachten soll Unfallhergang klären

Gegen den 40 Jahre alten Fahrer, der zum Zeitpunkt des Unfalls am Steuer saß, wird wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr ermittelt. Die Staatsanwaltschaft gab ein Gutachten in Auftrag, das die Unfallursache und den Hergang klären soll.

Eine philippinische Regierungsdelegation machte sich auf den Weg zur Unfallstelle, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen und verletzte Landsleute gegebenenfalls zu betreuen.

Autobahn stundenlang gesperrt

Rund 130 Feuerwehrleute, 130 Sanitäter und etwa 20 Polizisten waren im Einsatz. Mehrere Rettungshubschrauber flogen Verletzte in Kliniken; weitere Betroffene wurden vom Roten Kreuz in Landsberg am Lech versorgt.

Die A96 war zunächst in beide Richtungen vollständig gesperrt. Nach rund 8,5 Stunden konnte der Verkehr wieder frei fließen.

Ermittlungen zur Unfallursache

Der Unfall ereignete sich auf einem stark befahrenen Abschnitt der A96 zwischen Buchloe und Landsberg am Lech. Die Strecke verbindet den Münchner Raum mit dem westlichen Allgäu und wird von Reise- und Fernverkehr genutzt. Dass der Bus ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge von der Fahrbahn abkam, macht die Rekonstruktion des Geschehens besonders wichtig.

Das beauftragte Gutachten soll unter anderem klären, wie der Bus vor dem Umkippen von der Straße abkam und welche Bedingungen dabei eine Rolle spielten. Für die strafrechtliche Bewertung gilt: Die Ermittlungen gegen den Fahrer wegen fahrlässiger Tötung sind ein übliches Verfahren nach einem tödlichen Verkehrsunfall und nehmen das Ergebnis der Untersuchung nicht vorweg.

Folgen für Reisende und Einsatzkräfte

Bei 33 Passagieren summieren sich zwei Todesfälle, 17 Schwerverletzte und 13 Leichtverletzte zu einem außergewöhnlich schweren Einsatz. Die Versorgung einer geschlossenen Reisegruppe mit vielen Verletzten erfordert neben der medizinischen Behandlung auch die Identifizierung der Betroffenen, die Betreuung von Angehörigen und die Abstimmung mit den Behörden des Heimat- beziehungsweise Aufenthaltsstaats.

Bedeutung des Unfallorts

Die mehrstündige Sperrung zeigt zudem die Auswirkungen schwerer Busunfälle auf den überregionalen Verkehr. Neben der Rettung und Bergung müssen Ermittler die Unfallstelle sichern, Spuren dokumentieren und den Bus untersuchen. Für Verkehrsteilnehmer bedeutete der Einsatz auf der wichtigen Verbindung zwischen Bayern und dem Bodenseeraum erhebliche Verzögerungen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

BR24: „Auf dem Weg zur Wiesn: Reisebus kippt auf A96 um – zwei Tote“ (27.09.2026)

Der Bericht bestätige den Unfall, die Zahl der Passagiere, den Großeinsatz und die Ermittlungen gegen den Fahrer. Er hebe zusätzlich die Versorgung der Verletzten, die spätere Freigabe der Autobahn und frühere schwere Reisebusunfälle hervor.

n-tv: „Unglück am frühen Morgen: Zwei Tote und mehrere Verletzte bei Reisebusunfall auf A96“ (27.09.2026)

Der Artikel bestätige die zwei Todesopfer, die Schwerverletzten und das Gutachten zur Unfallursache. Anders als die aktuelle Meldung richte er den Schwerpunkt auf erste Einsatzangaben und ordne das Geschehen mit weiteren schweren Reisebusunfällen ein.

Beide Berichte stimmten beim Unfallort, beim Ablauf ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge und bei den Ermittlungen überein; offene Fragen zur Unfallursache seien dort noch nicht beantwortet.

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