Busunfall in Frankreich: Zwei Tote bei Lent, Schüler an Bord
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 12:02 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFolgen für Opfer und Einsatz
- Im Bus befanden sich 43 Menschen, darunter 15 Minderjährige.
- Eine der beiden tödlich verletzten Personen war minderjährig.
- Mehr als 100 Feuerwehrleute und 50 Gendarmen waren im Einsatz.
Busunfall bei Lent fordert zwei Todesopfer
Zwei Menschen sind bei einem Busunfall nahe der französischen Gemeinde Lent gestorben, darunter nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bourg-en-Bresse ein Minderjähriger. In dem Linienbus saßen 43 Menschen, darunter 15 Minderjährige; 16 Menschen wurden verletzt, drei von ihnen schwer.
Der Bus kam am frühen Morgen gegen 7.00 Uhr von der Straße ab und prallte gegen einen Baum im Straßengraben. Die Ursache war zunächst unklar, der Busfahrer wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.
Rettungskräfte versorgen Verletzte
Mehr als 100 Feuerwehrleute und 50 Gendarmen waren an der Unfallstelle im Einsatz. Die Straße rund um den Unfallort wurde gesperrt.
Das Rathaus von Lent öffnete einen Gemeindesaal, um Betroffene und Angehörige zu betreuen. Verkehrsminister Philippe Tabarot machte sich auf den Weg zur Unfallstelle.
Fahrer zunächst nicht vernehmbar
Nach Angaben des Bürgermeisters Yves Cristin war der Bus auf der Straße unterwegs, als er von der Fahrbahn abkam und in den Straßengraben geriet. Der Fahrer konnte zunächst nicht von der Staatsanwaltschaft befragt werden.
Lent liegt etwa 50 Kilometer nordöstlich von Lyon. Innenminister Laurent Nuñez sprach von zwei jungen Menschen unter den Todesopfern und bekundete den Angehörigen sein Mitgefühl.
Schwere Busunfälle mit vielen Verletzten stellen Rettungsdienste vor besondere Herausforderungen, weil mehrere Betroffene gleichzeitig versorgt und in Kliniken verteilt werden müssen. Bei einem Fahrzeug mit Minderjährigen kommen zusätzlich die Betreuung von Angehörigen, die Identifizierung der Opfer und die psychologische Unterstützung von Schülerinnen und Schülern hinzu.
Der Unfall ereignete sich im morgendlichen Linienverkehr und betraf damit eine typische Pendel- und Schulbeförderungssituation. Dass 43 Menschen an Bord waren, zeigt die Größenordnung des Einsatzes. Die vorläufige Zahl von 16 Verletzten umfasst drei Schwerverletzte; der genaue Gesundheitszustand kann sich im weiteren Verlauf noch verändern.
Ermittlungen zur Unfallursache
Die französischen Behörden müssen nun klären, warum der Bus gegen 7.00 Uhr von der Straße abkam. Dafür sind unter anderem die technische Untersuchung des Fahrzeugs, die Auswertung möglicher Zeugenaussagen und die Befragung des Fahrers relevant, sobald sein Gesundheitszustand dies zulässt.
Für die Gemeinde Lent bedeutet der Unfall neben der Sperrung der Straße auch eine erhebliche Belastung für Familien und Einsatzkräfte. Der geöffnete Gemeindesaal dient als Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige. Die weiteren Ermittlungen sollen neben der Unfallursache auch klären, ob technische, gesundheitliche oder äußere Faktoren eine Rolle spielten.
