DreijÀhriger in Tirol verhungert: Mordanklage gegen Eltern
11.11.2025 - 17:15:55Ein drei Jahre alter Junge soll nach Angabe der österreichischen Justiz von seinen Eltern monatelang zu Tode gequÀlt worden sein. Wie die Innsbrucker Staatsanwaltschaft mitteilte, wurden die 27-jÀhrigen Eltern unter anderem wegen Mordes angeklagt, nachdem ihr Kind im Mai 2024 verhungert und verdurstet war.
Im Zuhause der Familie im Tiroler Bezirk Kufstein an der Grenze zu Bayern sei der Junge auch geschlagen, gefesselt, im Dunkeln eingesperrt, und tagelang nackt in eine Schublade eingeschlossen worden, hieĂ es von der Anklagebehörde. Das Kind sei gezielt unterernĂ€hrt worden. Als der DreijĂ€hrige starb, wog er nur etwa sieben Kilogramm - nicht einmal halb so viel wie fĂŒr sein Alter ĂŒblich.
DÀmonenglauben und sadistische Störung
Die Eltern lebten nach Angaben der Staatsanwaltschaft in einer finanziell angespannten Lage. Sie hĂ€tten sich in eine Fantasiewelt geflĂŒchtet und einen DĂ€mon im Körper des Sohnes fĂŒr ihr Schicksal verantwortlich gemacht, hieĂ es. Laut einem Expertengutachten sind Vater und Mutter zurechnungsfĂ€hig, sie weisen demnach jedoch eine sadistische Persönlichkeitsstörung auf.
Die Eltern sind auch wegen QuĂ€lens und Freiheitsentziehung angeklagt. Sie haben laut Staatsanwaltschaft die Taten gestanden. Die Anklage stĂŒtzt sich auf Chatnachrichten zwischen Vater und Mutter sowie auf Foto- und Videoaufnahmen, die die beiden von den Misshandlungen angefertigt hatten.


