Handy, Chatten

Mehr als 40 Prozent sagen von sich: Ich bin zu lang am Handy

24.12.2023 - 08:10:31 | dpa.de

Chatten, Surfen, Spielen, Musik hören, Telefonieren: Das Handy ist bei vielen im Dauergebrauch. Eine neue Umfrage enthĂŒllt, dass viele Erwachsene in Deutschland mit dem eigenen Verhalten hadern.

Einer Umfrage zufolge schÀtzen 27 Prozent ihre eigene Smartphone-Nutzung als «zu lang» ein, 15 Prozent sogar als «viel zu lang». - Foto: Weronika Peneshko/dpa
Einer Umfrage zufolge schÀtzen 27 Prozent ihre eigene Smartphone-Nutzung als «zu lang» ein, 15 Prozent sogar als «viel zu lang». - Foto: Weronika Peneshko/dpa

«Jetzt leg' doch mal das Handy weg» - grad an Weihnachten dĂŒrften SĂ€tze wie dieser millionenfach fallen in Deutschland. Und oft gilt dann vielleicht sogar das an Jesu Bergpredigt angelehnte Sprichwort «Man sieht den Splitter im fremden Auge, im eignen den Balken nicht». Denn zuviel am Smartphone, vielleicht sogar wĂ€hrend jemand mit einem spricht, das sind wohl viele Menschen heutzutage, sie bemerken es jedoch eher bei anderen.

Die Einsicht, dass der eigene Handy-Gebrauch ĂŒbertrieben sein könnte, die scheint aber doch weit verbreitet zu sein. Das geht aus einer reprĂ€sentativen Yougov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

15 Prozent schÀtzen Handy-Nutzung als «viel zu lang» ein

So empfindet beinahe jede und jeder zweite Erwachsene mit Smartphone die tÀgliche Zeit am Handy als unangemessen. 27 Prozent schÀtzen ihre eigene Smartphone-Nutzung als «zu lang» ein, 15 Prozent sogar als «viel zu lang» - macht zusammen 42 Prozent. 53 Prozent dagegen nennen ihre Handy-Zeit «angemessen». Lediglich zwei Prozent sagten, sie hÀtten gern mehr Zeit am Smartphone, der Rest machte keine Angabe.

Bei einer identischen Umfrage vor fĂŒnf Jahren hatten (statt nun 42) erst etwa 32 Prozent der Befragten die eigene Zeit am Mobiltelefon als «zu lang» bezeichnet. FĂŒr «angemessen» hielten sie 63 Prozent.

Die Tendenz ist also recht eindeutig, wohin sich das Verhalten entwickelt hat zwischen 2018 und 2023.

Bei den Frauen sagen inzwischen 44 Prozent von sich, zu lang am Handy zu sein - bei den MĂ€nnern sind es 39 Prozent.

Vor allem JĂŒngere hadern mit eigenem Verhalten

In den verschiedenen Altersgruppen zeichnet sich der Trend ab, dass vor allem JĂŒngere mit dem eigenen Verhalten hadern. So sagen bei den 18- bis 24-JĂ€hrigen rund 60 Prozent, sie seien tĂ€glich zu lang mit dem Handy beschĂ€ftigt, bei den 25- bis 34-JĂ€hrigen sind es sogar 63 Prozent. Danach sinkt dieser Wert in den Altersgruppen.

So sind es bei den 35- bis 44-JĂ€hrigen 48 Prozent, bei den 45- bis 54-JĂ€hrigen rund 44 Prozent und bei den ĂŒber 55-JĂ€hrigen lediglich 26 Prozent. Bei den Menschen ĂŒber 55 ist aber auch der Anteil am grĂ¶ĂŸten, die gar kein Smartphone benutzen.

WofĂŒr die Leute ihre Zeit am Handy nutzen (oder verplempern, wenn man es so ausdrĂŒcken will), wurde diesmal nicht explizit abgefragt.

Dass mit Chatten, Spielen, Surfen, Musik hören die Zeit wie im Fluge vergehen kann und man rasch mal im Internet sozusagen falsch abbiegt und sich am Ende wundert, wo die Zeit geblieben ist, dĂŒrfte eine weit verbreitete Erfahrung mit dem Smartphone sein.

Körperliche und psychische Leiden

Ein populÀres GesprÀchsthema sind heutzutage auch die gesundheitlichen Konsequenzen von zu viel Handy-Gebrauch. Darunter befinden sich sowohl körperliche als auch psychische Leiden.

Der Handy-Nacken entsteht, weil zum Beispiel sowohl beim Tippen als auch beim Lesen von Nachrichten in der Regel der Kopf ĂŒber lĂ€ngere Zeit gesenkt wird, was die Halsmuskulatur stark belastet.

Diverse Belastungen können auch die Arme treffen und zur Überlastung der Schultern fĂŒhren, außerdem die Handgelenke und Finger.

Die Psyche kann es belasten, wenn die stÀndige Erreichbarkeit beispielsweise Stress auslöst, auch Konzentration und Aufmerksamkeit können nachlassen, wenn optische oder akustische Signale wie zum Beispiel Push-Benachrichtigungen ablenken.

Berichtet wird auch vom sogenannten Phantom-Vibrationssyndrom. Dabei verspĂŒren Nutzer das GefĂŒhl, ihr Handy vibriere, obwohl das nicht passiert ist - oder sie nicht einmal das GerĂ€t bei sich tragen.

Störer beim Schlafengehen

Außerdem wird oft vom Handy als Störer beim Schlafengehen geredet. Nur noch kurz Messages beantworten, Nachrichten lesen oder E-Mails beantworten, bevor es ins Bett geht - das gilt als ungesund.

Einschlafprobleme können die Folge sein. Empfohlen wird oft, den (spÀten) Abend offline, also ohne Handy und Co zu verbringen.

Der Blick aufs Smartphone vor dem Zubettgehen kann es enorm erschweren, zur Ruhe zu kommen und abzuschalten.

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