Starkes, Erdbeben

Starkes Erdbeben sĂŒdlich von SĂŒdamerika - Wohl keine SchĂ€den

02.05.2025 - 18:43:16

Chiles PrĂ€sident Boric warnt zunĂ€chst vor einem Tsunami. Menschen evakuieren daraufhin rasch die KĂŒstengebiete in der Region Magallanes. Doch die Gefahr ist nun vorbei.

Nach einem starken Erdbeben vor der SĂŒdspitze SĂŒdamerikas sind in Chile und Argentinien vorĂŒbergehend Hunderte Menschen wegen Tsunami-Gefahr evakuiert worden. Wenige Stunden spĂ€ter wurde die Warnung aufgehoben.

Das Beben der StĂ€rke 7,4 ereignete sich rund 220 Kilometer sĂŒdlich von Ushuaia - der sĂŒdlichsten Stadt Argentiniens in Feuerland. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS war es leicht oder mĂ€ĂŸig in der Region Magellan und der chilenischen Antarktis zu spĂŒren.

«Es sind keine kritischen Infrastrukturen oder Menschen betroffen», sagte der stellvertretende Direktor des Nationalen Dienstes fĂŒr KatastrophenprĂ€vention Senapred, Miguel Ortiz, vor Journalisten. Auch wenn die Behörden nicht mehr mit großen schĂ€dlichen Wellen rechnen, riefen sie die Menschen auf, sich vorsichtshalber weiterhin von der KĂŒste fernzuhalten.

Aufruf zur Evakuierung eingestellt

Unmittelbar nach dem Beben hatte PrĂ€sident Gabriel Boric die Bevölkerung in der Region ĂŒber die Plattform X aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Rund zwei Stunden spĂ€ter kam die Entwarnung. 

Der Regierungsvertreter fĂŒr Magellans, JosĂ© Antonio Ruiz, sagte, dass die ersten Wellen, die Antarktis-Stationen erreicht hĂ€tten, nicht so hoch gewesen seien wie befĂŒrchtet. Wie der TV-Sender 24 Horas berichtete, waren die Wellen nur zwischen 20 und 30 Zentimeter höher als vor dem Beben. Der Aufruf zur Evakuierung wurde daraufhin eingestellt. «Sie können in ihre HĂ€user und an ihre ArbeitsplĂ€tze zurĂŒckkehren», sagte Ruiz. 

Die grĂ¶ĂŸte Stadt des sĂŒdlichsten Teils Chiles ist Punta Arenas mit rund 127.000 Einwohnern. Erdbeben seien in der Region nicht ĂŒblich, sagte BĂŒrgermeister von Punta Arenas, Claudio Radonich.

In den Antarktis-Forschungsstationen Arturo Prat und Bernardo O'Higgins wurden nach der anfÀnglichen Tsunami-Warnung rund 30 Menschen in Sicherheit gebracht, wie Senapred mitteilte.

Das Zentrum des Bebens lag in der Drakestraße

Das Nationale Seismologie-Zentrum Chiles gab die ErdbebenstÀrke mit 7,5 an, etwas schwerer als die US-Erdbebenwarte. Auch Nachbeben wurden registriert.

Den USGS-Angaben zufolge lag das Zentrum des Bebens 219 Kilometer sĂŒdlich von Ushuaia in einer Tiefe von zehn Kilometern. Das Zentrum des Bebens lag in der Drakestraße, einer Meeresstraße zwischen dem sĂŒdlichsten Punkt SĂŒdamerikas und der Antarktis.

@ dpa.de