Chris Ofili und die Werkserien zwischen Panafrika und Mythos
Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 17:02 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSChris Ofili gilt seit den 1990er Jahren als Schluesselfigur einer vielschichtigen Malerei, die afro-karibische Identitaet, Religion und Popkultur verbindet. Seine Werkserien reichen von fruehen, mit Elefanten-Dung objekthaften Bildern bis zu aktuellen grossformatigen Leinwaenden in Panafrika-Kontexten.
Die grossformatigen Leinwaende
Chris Ofili arbeitet seit Jahren an grossen Bildzyklen, die ueber mehrere Jahre entstehen und komplexe Mythen, Farben und Figuren verdichten. Bei Victoria Miro wurde 2024 der Werkkomplex Our Times: Hunters in pink shade lure butterflies into their griffin’s chain link lair als uebr Jahre gewachsene Leinwand vorgestellt.
Die Darstellung zeigt hybride Wesen, ornamentale Flächen und eine satte Farbpalette, die an psychedelische Traumlandschaften anschliesst. Laut Victoria Miro trug das Bild u?ber ein Jahrzehnt Erfahrungen und Ausstellungen Ofilis in sich und markiert einen aktuellen Werkhoehepunkt.
Serien wie The Seven Deadly Sins
Bereits 2023 praesentierte Victoria Miro mit The Seven Deadly Sins eine zentrale Serie, in der Chris Ofili die Todsuenden als spektrum exzessiver Verhaltensweisen ins Bild setzt. Die Gemaelde verknuepfen biblische Motive mit erotischen und fantasmatischen Szenen und bleiben bewusst mehrdeutig.
Begleitend erschien eine Publikation, fuer die Autorinnen und Autoren wie Hilton Als und Marlon James Texte beitrugen. Die Verbindung von Malerei und Literatur unterstreicht Ofilis Interesse an vielstimmigen Narrativen jenseits enger Kunstkategorien.
Werkgruppen und Ausstellungen von Chris Ofili im Ueberblick
Wer mehr zu den Werkserien, Ausstellungen und Sammlungspositionen von Chris Ofili erfahren moechte, findet bei AD HOC NEWS weitere faktenbasierte Berichte und Einordnungen.
Panafrika-Kontexte wie Barbican London
Aktuell ist Chris Ofili Teil des gross angelegten Projekts Project a Black Planet: The Art and Culture of Panafrica im Barbican Centre in London. Die Ausstellung laeuft vom 11. Juni bis 6. September 2026 und versammelt u?ber 300 Werke zu Pan-Afrikanismus, Identitaet und Kulturproduktion.
Victoria Miro betont, dass Ofilis Werk dort neben Positionen von Wangechi Mutu und anderen gezeigt wird und den Einfluss schwarzer Bildtraditionen auf die Gegenwartskunst sichtbar macht. Damit wird seine Malerei in einen breiten historischen und politischen Rahmen gestellt.
So arbeitet Chris Ofili im Studio
Chris Ofili ist vor allem als Maler bekannt, nutzt aber auch Zeichnungen, Aquarelle und teils Collageelemente. Fruehe Arbeiten wurden durch die Verwendung von Elefanten-Dung als plastischem Element und durch Glitzer, Perlen sowie dichte Muster charakterisiert.
Heute entstehen viele Leinwaende u?ber laengere Zeitra?ume, mit vielfach u?berarbeiteten Farbschichten und fein differenzierten Figurenlandschaften. Die Motive greifen afrikanische Mythen, christliche Ikonografie und Pop-Referenzen gleichzeitig auf.
Wo der Kuenstler gerade steht
Chris Ofili ist derzeit in der Londoner Ausstellung Project a Black Planet: The Art and Culture of Panafrica im Barbican mit Arbeiten vertreten, die noch bis 6. September 2026 gezeigt werden.
Chris Ofili auf einen Blick
- Kuenstler: Chris Ofili
- Medium / Gattung: Malerei (farbintensive Figur-Malerei), Zeichnung, Aquarell
- Geburtsjahr & -ort: 1968, London, Vereinigtes Koenigreich
- Wirkungsort(e): Studio auf Trinidad und Tobago, Verbindung nach London
- Aktiv seit: Mitte der 1990er Jahre, mit fruehen Ausstellungen in London
- Wichtige Werkgruppen: Afro Muses, The Seven Deadly Sins, grossformatige Leinwaende wie Our Times: Hunters in pink shade lure butterflies into their griffin’s chain link lair
- Aktuelle/letzte Ausstellung: Project a Black Planet: The Art and Culture of Panafrica, Barbican Centre, London, 11. Juni–6. September 2026
- Wichtige Sammlungen: Tate Britain (London), weitere internationale Sammlungen mit Gemaelden aus den 1990er Jahren bis heute
- Auszeichnungen: Turner Prize 1998 fuer seine farbintensiven, mit Elefanten-Dung versehenen Gemaelde.
- Naechster Termin: 6. September 2026, Laufzeitende von Project a Black Planet im Barbican Centre, London.
Haeufige Fragen zu Chris Ofili
Wo sind Arbeiten von Chris Ofili derzeit zu sehen?
Aktuell sind Werke von Chris Ofili im Barbican Centre in London in der Ausstellung Project a Black Planet: The Art and Culture of Panafrica zu sehen, die vom 11. Juni bis 6. September 2026 laeuft.
Welche Werkserien gelten als besonders wichtig im Oeuvre von Chris Ofili?
Zu den zentralen Serien gehoeren Afro Muses, die Gemaeldereihe The Seven Deadly Sins sowie grossformatige Leinwaende wie Our Times: Hunters in pink shade lure butterflies into their griffin’s chain link lair, die Ofilis monumentale Malerei zeigen.
Welche Rolle spielt Chris Ofili in der britischen Gegenwartskunst?
Chris Ofili gilt als ein wichtiger Vertreter einer afro-karibisch gepraegten britischen Malerei; Tate Britain widmete ihm bereits eine grosse Ueberschau und er erhielt 1998 den Turner Prize fuer seine fruehen, stark ornamentierten Gemaelde.
Dieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Alle Angaben ohne Gewaehr; Auktionsresultate, Ausstellungstermine und Auszeichnungen koennen sich kurzfristig aendern.
