Erdrutsch begrĂ€bt ĂŒber 100 Arbeiter in Coltan-Mine im Kongo
07.03.2026 - 17:18:44 | dpa.deIm Osten der Demokratischen Republik Kongo hat eine Schlammlawine in einer Coltan-Mine mehr als 100 Menschen begraben. Der Erdrutsch sei in den frĂŒhen Morgenstunden in der Stadt Masisi in der Provinz Nord-Kivu durch heftige RegenfĂ€lle ausgelöst worden, sagte Polizeisprecher Robert Kasongo der Deutschen Presse-Agentur. RettungskrĂ€ften suchten weiter nach Toten und möglichen Ăberlebenden.
Bereits am Dienstag war es, ebenfalls in Masisi, zu einem Àhnlichen Vorfall in einem anderen Steinbruch gekommen, in dem Coltan abgebaut wird. Dort waren zahlreichen Medienberichten zufolge bis zu 200 Menschen durch einen Erdrutsch getötet worden. Auch im Januar kam es in dem Gebiet zu einer Àhnlichen Katastrophe mit Dutzenden Toten.
Die Arbeitsbedingungen in vielen Minen des rohstoffreichen Landes gelten als prekÀr - Sicherheitstechnik ist hÀufig nicht vorhanden, in zahlreichen Minen gibt es auch Kinderarbeit.
Rohstoffe befeuern Konflikt
Die Stadt Masisi steht seit Mitte 2024 unter Kontrolle der Rebellengruppe M23, die dort und in anderen Teilen des Ostkongo den Bergbau kontrolliert. Die reichen Rohstoffe des Landes - neben Coltan auch Gold und Zinn - befeuern den seit mehr als 30 Jahren andauernden Konflikt in der Region, in der mehr als 100 bewaffnete Milizen sowie Soldaten aus dem benachbarten Ruanda aktiv sind.
Coltan, aus dem vor allem das Metall Tantal gewonnen wird, spielt eine zentrale Rolle in der Mikroelektronik. Das Metall ist fĂŒr viele elektronische GerĂ€te unabdingbar, etwa fĂŒr Mobiltelefone, Laptops und Flachbildschirme. Aufgrund seiner Hitze- und KorrosionsbestĂ€ndigkeit wird Tantal auĂerdem in der Automobilindustrie und Luftfahrt sowie fĂŒr medizinische GerĂ€te benötigt.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

